Alpbach - Einen weiteren Anstieg des Frauenanteils in Forschung und Entwicklung (F&E) attestiert das bei den diesjährigen Technologiegesprächen in Alpbach präsentierte "Gender Booklet 2004". Dieser beschränkt sich allerdings primär auf den Nachwuchs, der bereits zu einem Drittel weiblich ist. Von insgesamt 276 NachwuchswissenschafterInnen sind 92 Frauen.

Unverändert die andere Seite der Pyramide in der außeruniversitären Forschung: Die Führungsebenen von Forschungszentrum Seibersdorf, Christian-Doppler-Gesellschaft, Joanneum Research, Kompetenzzentren, Salzburg und Upper Austrian Research sind nach wie vor Männerdomänen. In diversen Aufsichtsräten und Geschäftsführungen sind nur zehn von 273 MitarbeiterInnen weiblich, in der zweiten Führungsebene 15 von 138, also 10,9 Prozent.

Nicht weniger krass ist die Schere bei der Einkommensverteilung: Die höchste Frauenrate weist die Gruppe der mittleren Einkommen (bis 3000 Euro monatlich) aus. Fazit: Von den insgesamt in der Wissenschaft beschäftigten 564 Frauen verdienen verdienen nur 20 Prozent mehr als 3000 Euro pro Monat. (ung/D ER S TANDARD , Print-Ausgabe, 26.8. 2005)