Santiago de Chile - ÖSV-Routinier Werner Franz, der sich beim Abfahrtstraining in Portillo bei einem Sturz schwer verletzt hatte, wurde am Donnerstag in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile drei Stunden operiert. Der Kärntner hatte sich einen offenen Unterschenkelbruch sowie eine Trümmerfraktur des Tibiakopfes zugezogen.

Gemeinsam mit dem ÖSV-Mannschaftsarzt Unfallchirurg Hubert Köck war der 33-Jährige von Portillo per Hubschrauber in eine deutsche Klinik in die Hauptstadt gebracht worden. Derzeit laufen Beratungen, ob auch die Tibiakopf-Fraktur noch in Chile operiert wird. Bei der Organisation des Transports und der Spitaleinlieferung des Speed-Spezialisten war dem ÖSV vor allem Hans Podlindik zu, einem in Chile lebenden Österreicher und Freund von Alpindirektor Hans Pum. Ob Franz in der Olympia-Saison an den Start gehen kann, ist zumindest fraglich.

Auch Kirchgasser beim Neuseeland-Training verletzt

Nach Hosp (Mittelhandknochenbruch) und Franz hat sich auch Michaela Kirchgasser beim Neuseeland-Training der Damen verletzt. Die Salzburgerin zog sich beim Treppensteigen eine Sprunggelenksverletzung am linken Fuß zu und muss vier bis sechs Wochen pausieren.

Laut ÖSV-Arzt Dr. Helmut Eggl handelt es sich aber um eine einfache Bandverletzung, die nicht operiert werden muss. Um eine starke Schwellung zu vermeiden, wird Kirchgasser erst am kommenden Montag (29.8.) nach Hause fliegen.(APA)