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Motorradfahrerinnen legen wert auf Sicherheit.
Foto: APA/epa/Sergei Ilnitsky
Wien - Auch für Frauen ist der Umstieg aufs Motorrad mit dem Traum von Freiheit, Natur und Fahrgefühl verbunden - und nicht kühles Kalkül angesichts verstopfter Straßen und knapper Parkplätze. Dies ist das Ergebnis einer psychologischen Studie, die von der Arge 2Rad in Auftrag gegeben und am Freitag veröffentlicht wurde.

Bewusster über Gefahren

Aber sonst unterscheiden sich die bikenden Damen von den Männern: Sie fahren sicherer, vorsichtiger, vorausschauender und weniger aggressiv, sind sich der Gefahren bewusster und pfeifen zumeist auf ausgereizte Technik.

Das Gallup-Marktforschungsinstitut hat 121 Frauen befragt, die in diesem Sommer an ÖAMTC-Fahrtrainingskursen teilgenommen haben, die unter dem Motto "Womens Biking" speziell auf Frauen abgestimmt sind. Zwei Drittel sind über 35 Jahre alt, was ein typisches Einstiegsalter in das Hobby ist: Die Kinder sind aus dem Gröbsten heraus, die finanzielle Voraussetzung und die Freizeit scheinen vorhanden. Zudem haben fast 70 Prozent der Befragten einen Partner mit Motorrad, der der oft darauf drängt, sein Hobby doch einmal zu zweit zu probieren.

Hang zur Sportlichkeit

Was allen teilnehmenden Frauen gemeinsam ist: Ihr Hang zur Sportlichkeit, was sich eindeutig bei der Frage nach den Hobbys zeigte. Das "Easy Rider"-Gefühl macht zwar vor Frauen nicht halt, doch die meisten verschließen ihre Augen nicht vor den sicherheitstechnischen Nachteilen des Zweirads: Es ist durchaus mit dem Attribut "Angst" behaftet.

Entsprechend wichtig ist den Frauen deshalb der Bereich Sicherheit, unterstrich Karin Munk, Sprecherin der Arge 2Rad. Richtige Bekleidung und gute Ausrüstung stehen in der Umfrage lange vor der passiven Sicherheit des Fahrzeuges - die einfach vorausgesetzt wird.

Mehr Möglichkeiten zum Üben

Fast zwei Drittel wünschen sich mehr Möglichkeiten zum Üben und Trainieren - was sich laut Karin Munk auch schon bei den überbuchten Terminen gezeigt hat. Kurvenfahren, Bremsen und richtiges Verhalten auf der nassen Fahrbahn, das wollen die Frauen besonders trainieren. Aber auch zum Thema Bekleidung fällt der weiblichen Biker-Gemeinde einiges ein: Schicker, bunter, femininer und auch praktischer könnte sie schon sein. Design und Ausstattung der Fahrzeuge bieten auch Raum für Verbesserungen. Das "Frauenmotorrad" mit mehr Stauraum, bunten Farben, komfortableren und tiefergelegten Sitzen wäre noch zu konstruieren. Ansonsten ist ihnen die Technik herzlich wurscht, mit Ausnahme von ABS, das Standard sein sollte. (APA)