Bild nicht mehr verfügbar.

Peter Glotz

foto: apa/EPA/KARLHEINZ SCHINDLER
St. Gallen/Hamburg - Der ehemalige SPD-Spitzenpolitiker Peter Glotz ist am Donnerstag im Alter von 66 Jahren gestorben. Dies bestätigte seine Frau am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Glotz starb nach Informationen der "Bild"-Zeitung nach kurzer schwerer Krankheit in einem Züricher Krankenhaus.

Der langjährige SPD-Politiker war unter anderem Bundesgeschäftsführer der deutschen Sozialdemokraten. Er war zuletzt am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen in der Schweiz tätig.

Von 1981 bis 1987 SPD-Geschäftsführer

Ein Sprecher der bayerischen SPD bestätigte am Freitag in München den Vorausbericht der "Bild"-Zeitung. Demnach ist der 66-Jährige bereits am Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit in einem Züricher Krankenhaus gestorben. Seine zweite Frau Felicitas Walch, mit der Glotz seit 1991 verheiratet war und einen siebenjährigen Sohn hat, sei bei ihm gewesen, schrieb die Zeitung.

Der aus dem böhmischen Eger stammende Glotz war 1981 auf Empfehlung des damaligen Parteivorsitzenden Willy Brandt Bundesgeschäftsführer geworden und hatte seine Partei zu einer programmatischen Erneuerung aufgerufen. Als brillanter Analytiker und Theoretiker genoss Glotz in der SPD breites Ansehen. 1987, als auch Brandt den Parteivorsitz aufgab, zog sich Glotz vom Amt des Bundesgeschäftsführers zurück. Er sei ein Mann Brandts gewesen und werde es bleiben, sagte er. 1996 kündigte er sein Ausscheiden aus der Politik an.

Gemeinsam mit der Vertriebene-Präsidentin Erika Steinbach führte Glotz zuletzt den Vorsitz der Stiftung gegen Vertreibungen. Diese will in Berlin ein Zentrum gegen Vertreibungen einrichten. Mit seinem Engagement in dieser Sache lag Glotz nicht auf der Linie der rot-grünen Regierung. (APA/AFP)