Alpbach - Ex-Vizekanzler Erhard Busek fühlt sich in seinem Wunsch nach einem "Generationswechsel" in den Parteien falsch verstanden. "Es ist nicht ein Personenproblem - das ist auch das Missverständnis, das hier aufgebracht wurde. Sondern die Art und Weise, wie sich die Parteien präsentieren", sagte der frühere ÖVP-Obmann am Rande des Europäischen Forums Alpbach gegenüber der APA. Medien hatten berichtet, dass Busek Bundeskanzler Wolfgang Schüssel den Rückzug von der VP-Spitze nahe lege.

"Man hat nicht den Eindruck, dass die Jugend die politischen Parteien als ihren Ansprechpartner versteht. Da gibt es eine gewisse Distanz, Skeptizismus und Desinteresse." Dies wiederum habe zur Folge, dass es "zu wenige" junge Menschen in den politischen Parteien gibt. "Das diskreditiert nicht jene, die drinnen sitzen", stellte Busek klar.

Die Frage, was er den Parteien raten würde, um die Jugend besser anzusprechen, beantwortete der ehemalige VP-Chef so: "Ich würde eher den Jungen raten, sich hier zu engagieren und dafür zu sorgen, dass sich die Art und Weise, wie sich die politischen Parteien präsentieren, ändert. Sie verlangen zu viel von denen, die jetzt schon die Funktion haben, dass sie sich weiß Gott wie ändern, wenn sie zum Teil das Problem nicht begriffen haben." Sondern es sei "eher eine Sache der Jungen", eine "eigene Form der politischen Präsentation" zu entwickeln. (APA)