Kleidung für Weiblein und Männlein, wie das Türschild schon zeigt, gibt es hier in rauen Mengen und alles was noch so dazu gehört, um einen besonderen unverwechselbaren Stil zu kreieren: Schuhe, Stiefel, Strümpfe, Gürtel, Taschen, Kopfbedeckungen, Schmuck und sonstige Accessoires. Diese Vielheit der Klamotten besticht vor allem durch das reichhaltige Sortiment, das mehrheitlich aus Second-Hand-Ware besteht, die in ihrer zeitlichen Dimension keine Einengung widerfährt.

Foto: C. Schatz

Eine Festlegung auf einen bestimmten Look soll auch gar nicht sein. "Trendsachen lösen sich auf", erklärt Roman Pfandler, einer der beiden Besitzer des polyklamott, der sich "mehr Eigenverantwortung für Mode" wünscht: Mixes, eigenes Kombinieren und damit das Hervorheben des persönlichen Stils.

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Dementsprechend reicht die Auswahl von den 50er-Jahren bis in die derzeit besonders gefragten 90er. Neben den getragenen Sachen werden auch neue Stücke von JungdesignerInnen und Labels wie Scheliga, Elfriede, Pat Riot, dasuno und Littel Joe’s Gang angeboten.

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Begonnen hat alles im Jänner 2000, als das Wiener Brüderpaar Christoph und Roman Pfandler, beide passionierte Flohmarktgeher, ihr Interesse für individuelle Kleidung in einem eigenen Geschäft umsetzten.

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Waren es anfänglich quasi noch Blindeinkäufe per Container bei Händlern in Österreich, Deutschland und den USA, mit denen der Shop mit entsprechenden Überaschungseffekten bestückt wurde, gehen die Besitzer heute gezielter vor: die Kleider und Accessoires werden vor dem Einkauf besichtigt. Und so gibt es zwischenzeitlich auch Speziallieferungen von Restbeständen, derzeit beispielsweise originelle Modelle von Huber Trikot.

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Und das zu leistbaren Preisen. Abgesehen von den Wühlkisten-Schnick-Schnacks ab zwei Euro bewegt sich die Skala zwischen fünf Euro für einfache Oberteile und fünfzig Euro beispielsweise für Anoraks und Stiefel. Lediglich für Anzüge - sechzig bis hundert Euro - muss tiefer ins Börserl gegriffen werden. Doch die witzigen Teile können auch für einen Tag oder eine Partynacht geliehen werden.

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Eine absolute Rarität stellt der 24-Stunden-Verkaufsautomat dar, der neben dem Eingang positioniert ist. Um nur fünf Euro hat er schon manchen PassantInnen aus einer kleinen Not geholfen, beispielsweise wenn in letzter Sekunde ein Geschenk benötigt wird (Accessoires, Nippes, Sonnenbrillen ...) oder bei plötzlichem Kälteeinbruch (Mützen, Schals, Handschuhe ... ).

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Die Pfandler-Brüder haben übrigens kürzlich auch eine Bar im fünften Bezirk eröffnet.

polyklamott
Hofmühlgasse 6, 1060 Wien
Tel. ++43 1 969 0 337
www.polyklamott.at

Öffnungszeiten:
Mo - Fr, 11:00 - 19:30
Sa 11:00 - 17:00

Text: Dagmar Buchta
Fotos: Christine Schatz

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