Jakarta - Rund zwei Wochen nach dem Friedensabkommen für die indonesische Unruheprovinz Aceh hat die Regierung hunderte inhaftierte Rebellen auf feien Fuß gesetzt. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hatte am Dienstag ein entsprechendes Dekret unterzeichnet, wie die indonesische Nachrichtenagentur Antara am Mittwoch meldete. Als Teil der in Helsinki geschlossenen Friedensvereinbarung wird die Freilassung von insgesamt mehr als 1400 Mitgliedern der separatistischen Bewegung Freies Aceh (GAM) erwartet.

In der vergangenen Woche hatte die indonesische Regierung bereits mit dem Abzug von Sicherheitskräften aus der Provinz an der Nordspitze Sumatras begonnen. Im Gegenzug haben sich die Aufständischen verpflichtet, ihre etwa 3000 Kämpfer zu entwaffnen. Damit soll offiziell am 15. September begonnen werden. Mitgliedern der GAM wurde eine Amnestie, Land und Hilfen für den Beginn eines zivilen Lebens versprochen. Außerdem ist eine größere Autonomie für die Provinz vorgesehen.

Bei dem fast 30 Jahre währenden Konflikt um den Status der an Öl- und Gasvorkommen reichen Provinz kamen mehr als 13.000 Menschen ums Leben, die meisten davon Zivilisten. Unter dem Eindruck des verheerenden Tsunami, durch den Ende Dezember in Aceh bis zu 170.000 Menschen starben, hatten sich Rebellen und Zentralregierung unter der Vermittlung Finnlands zu neuen Friedensgesprächen getroffen. (APA/dpa)