Redmond - Die Microsoft Corp. hat im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 1999/2000 Gewinne und Umsätze kräftig erhöht. Der weltgrößte Softwarekonzern verdiente in dem am 31. März beendeten Neunmonatsabschnitt sieben Milliarden Dollar (7,47 Mrd. Euro/102,8 Mrd. S). Im entsprechenden Vorjahresabschnitt wurde ein Gewinn von 5,6 Milliarden Dollar verbucht. Der Neunmonatsumsatz kletterte auf 17,2 (Vorjahr: 14) Milliarden Dollar. Dies gab Microsoft am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wuchs der Umsatz um 23 Prozent auf 5,66 (4,6) Milliarden Dollar, der Quartalsgewinn stieg auf 2,39 (1,92) Milliarden Dollar. Die Umsätze mit den Computerherstellern seien in dem Quartalsabschnitt nur leicht gewesen, da es nur eine mäßige Nachfrage nach Personal Computern für den Geschäftsgebrauch gab, hieß es. Microsoft zeigte sich im Hinblick auf das kurzfristige Wachstum vorsichtig. Die PC-Nachfrage habe sich jedoch gegen Quartalsende belebt. Windows 2000 soll Umsatz weiter steigern Das Unternehmen verwies jedoch auf das am 17. Februar auf den Markt gebrachte Betriebssystem Windows 2000 für Computernetze und leistungsstarke Rechner bei Unternehmen. Dies dürfte nach Analysten- Schätzungen im weiteren Verlauf dieses Jahres eine stärkere Umsatzbelebung bringen. Die Gesellschaft von Bill Gates hat den Neunmonatsumsatz in Nord- und Südamerika sowie im südpazifischen Raum auf 6,09 (4,89) Milliarden Dollar erhöht. In der Region Europa/Naher Osten und Afrika legte Microsoft auf 3,87 (3,13) Milliarden Dollar und in Asien auf 1,91 (1,21) Milliarden Dollar zu. Der Umsatz mit den Computerherstellern stieg auf 5,28 (4,76) Milliarden Dollar. Microsoft setzte mit Windows-Betriebssystemen sieben (6,26) Milliarden Dollar und mit Anwendungs- und Entwicklungssoftware 7,83 (5,89) Milliarden Dollar um. Das Verbrauchergeschäft und andere Sparten steuerten 2,31 (1,83) Milliarden Dollar zum Neunmonatsumsatz bei. Microsoft verfügte am Ende des Quartals 21,2 (17,2) Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. (APA/dpa)