Wien - Ministerin Elisabeth Sickl (F) sei in der Frauenpolitik immer noch auf dem falschen Fuß unterwegs, meinte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Montag angesichts der Äußerungen Sickls im APA-Interview. Diese seien "ein deutlicher Beweis dafür, dass Ministerin Sickl die Anliegen der Frauen und eine moderne, gerechte Frauenpolitik alles andere als am Herzen liegen", sagte Kuntzl gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Bände" spreche hier schon, dass Sickl nichts von gesetzlichen Regelungen etwa zur Teilzeit für Eltern oder Frauenförderung in den Betrieben halte. "Nur mit leeren Floskeln über Bewusstseinsbildung und Dialoge wird den Frauen sicher nicht geholfen werden; hier bedarf es schon konkreter politischer Maßnahmen, zu denen die Regierung aber nicht bereit ist", kritisierte Kuntzl. Bezeichnend für das mangelnde frauenpolitische Engagement Sickls sei, dass sie eine Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz aus formalen Gründen an Wirtschaftsminister Martin Bartenstein abschiebe. "Dies lässt außerdem die Vermutung offen, dass die Ministerin immer noch nicht weiß, worum es beim Gleichbehandlungsgesetz eigentlich geht", erinnerte Kuntzl an Sickls früheres Einbekenntnis in einem Interview, sie sei bei diesem Thema "am falschen Fuß erwischt" worden. (APA)