Wien - Die Mobilkom hat am Dienstag Motorola Österreich und die Kapsch-Tocher Austria Telecommunication mit dem flächendeckenden Ausbau der GPRS-Netzinfrastruktur beauftragt. Damit sollen ab Sommer die 2,4 Millionen Mobilkom-Kunden zu den Hochgeschwindiggkeits-Datendiensten des GPRS (General Packet Radio Service) haben. Ermöglicht werden dadurch u.a. Navigationssysteme, Info-Services sowie Telematikanwendungen wie Messungen, Steuerungen und Flottenmanagement, hieß es. "Das GPRS-Netz wird wie geplant im Sommer dieses Jahres vollständig ausgebaut sein, wir werden zunächst die Ballungszentren abdecken", erläuterte Johann Pichler, Leiter des Bereiches Netzplanung bei Mobilkom Austria anlässlich der Vertragsunterzeichnung. "Mit der Implementierung kann ab sofort begonnen werden. Auch GPRS-Handsets können sowohl von Motorola als auch von AT in ausreichenden Mengen geliefert werden." Mit GPRS soll die mobile Datenübertragung für den Massenmarkt attraktiv werden. Bei GPRS werden die Daten in Form von Paketen verschickt, die jeweils mit einer eigenen Zieladresse versehen sind. Daher fallen der Verbindungsaufbau im herkömmlichen Sinn und die sogenannten Stehzeiten der Verbindung weg. Mit GPRS werden Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 171,2 Kilobit pro Sekunde übertragen werden. Bereits zum Zeitpunkt des Starts von GPRS Mitte des Jahres wird es möglich sein, 40 50 kbit/s und damit stehende Bilder zu übertragen. Handynutzer können mittels GPRS schneller im Internet surfen oder Emails verschicken oder empfangen. (APA)