"Mit einer Erwartung von 1,8 Prozent Wachstum im Werbemarkt zeigt das Werbebarometer für den Zeitraum September 2005 bis inklusive Februar 2006 eine langsam steigende Stimmung in der österreichischen Werbebranche an", so Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu den Ergebnissen des aktuellen Werbebarometers. Vor drei Monaten lagen die Erwartungen noch bei plus 1,5 Prozent. Grund zum Jubel sei das aber dennoch nicht, so Drössler und Konrad Maric, stellvertretender Obmann des Fachverbandes.

Das Werbebarometer, eine im Quartalsrhythmus von Focus Media Research in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Werbung durchgeführte Analyse des österreichischen Werbemarkts, misst die Erwartungen bei Auftraggebern von Werbung und Werbeagenturen für die kommenden sechs Monate. Befragt wurden diesmal 301 Entscheidungsträger aus der Branche.

Größten Zuwächse werden im Bereich Internet erwartet

Die positivsten Erwartungen haben die Befragten diesmal erneut für Below the Line-Aktivitäten. Die größten Zuwächse werden in den Bereichen Internet (+ 9,6 Prozent), Verkaufsförderung (+ 6,5 Prozent) sowie Direct Mail (+ 5,1 Prozent) erwartet. "Die Prognose bestätigt den schon länger andauernden Trend, dem zu Folge Below the Line im Vergleich zur Klassik stetig an Bedeutung zunimmt", erläutert Josef Leitner, Geschäftsführer von Focus Media Research. Wurde das Verhältnis klassische Werbung zu Below the Line im August 2004 noch mit 66,1 Prozent zu 33,9 Prozent angegeben, hat es sich in der Zwischenzeit auf 60,4 Prozent zu 39,6 Prozent verschoben.

Höchstes Wachstum in Niederösterreich und Burgenland

Das höchste Wachstum wird in Niederösterreich und Burgenland erwartet (+ 5,7 Prozent), während in Oberösterreich die Vorschau auf Stagnation lautet (+/- 0). Überdurchschnittlich sind die Erwartungen für Salzburg, Tirol und Vorarlberg (beide + 2,8 Prozent) während in der Steiermark, Kärnten (beide +1,1 Prozent) und Wien (+ 0,8 Prozent) eher skeptische Blicke in die Zukunft gerichtet werden. "Interessant ist beim aktuellen Werbebarometer, dass Auftraggeber und Agenturen die Situation nahezu gleich einschätzen", führt Leitner weiter aus. "Die Wachstumserwartungen liegen mit + 1,8 Prozent (Auftraggeber) und + 1,9 Prozent (Werbeagenturen) praktisch gleich auf. Vor drei Monaten war die Stimmung bei Auftraggebern (+ 0,6 Prozent) und Werbern (+ 3,9 Prozent) noch sehr unterschiedlich gewesen." (red)