Bild nicht mehr verfügbar.

Dem Bundessprecher der Grünen reicht es jetzt mit der Bildungsministerin: "Gehrer hat eine verheerende Bilanz zu verantworten.", meint van der Bellen.

Foto: APA/Jäger
Wien - Alexander Van der Bellen wird ja gemeinhin ein Hang zu Gelassenheit zugesprochen, der fast an jene von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel heranreicht. Aber jetzt ist der Punkt, wo der ansonsten so bedacht auftretende Chef der Grünen seiner Contenance ein Ende macht: "Wir haben Gehrer satt. Uns Grünen und mir persönlich reicht es jetzt. So kann es nicht weitergehen in der Bildungspolitik. Wir verlangen den Rücktritt von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer", macht sich Van der Bellen im Gespräch mit dem STANDARD Luft. "Gehrer hat eine verheerende Bilanz zu verantworten. Jeder weiß, wir brauchen mehr Geld für die Unis, dazu muss man sich politisch bekennen. Aber Gehrer weigert sich, das auch nur als Problem anzuerkennen. Sie sagt immer nur: Alles ist wunderbar und wir sollen die Papp'n halten." Dabei hätte sie die Bildungsausgaben am Gesamtbudget des Bundes von 2000 bis 2006 nur gleich hoch lassen müssen, um heute 350 Millionen Euro mehr für den Bildungsbereich zu haben, kritisiert Van der Bellen. Auch die "zunehmende Privatisierung der Schulausgaben" stört ihn. Eltern gäben über 100 Mio. Euro für außerschulische Nachhilfe aus. (Lisa Nimmervoll/DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.9.2005)