London - Die Deutsche Telekom hat sich über ihre britische Mobilfunktochter One2One für vier Mrd. Pfund (6,86 Mrd. Euro/94,5 Mrd. S) eine der fünf UMTS-Lizenzen für ein multimediafähiges Mobilfunknetz in Großbritannien gesichert. Sie setzte sich am Donnerstag nach mehrwöchigem Bieterrennen mit vier weiteren Bietern in einer Auktion der Londoner Regulierungsbehörde durch. Zuvor hatte sich als letzter von ursprünglich 13 Bietern das Bieterkonsortium NTL Mobile aus dem britisch-amerikanischen Kabelkonzern NTL und France Telecom aus dem Rennen zurückgezogen. Die Gesamteinnahmen aus der der Auktion lagen bei insgesamt 22,48 Mrd. Pfund. Neben der Telekom erhalten auch der Mannesmann-Mutterkonzern Vodafone AirTouch und die Mannesmann-Tochter Orange Lizenzen zugeteilt. Orange muss allerdings im Zuge der Fusion zwischen Vodafone und Mannesmann abgespaltet werden. Als weitere Bieter kamen das kanadische Konsortium TIW und British Telecom zum Zuge. Die in Großbritannien erzielten Auktionserlöse, die der britischen Staatskasse zufließen, liegen ein Vielfaches über den anfänglichen Erwartungen der Regierung. Verbraucherschützer hatten Sorge geäußert, dass sich die riesigen Summen in überhöhten Grund- und Telefongebühren niederschlagen dürften, zumal weitere Milliardeninvestitionen für den Aufbau der Netzinfrastruktur nötig sind. Der Mobilfunkstandard Universal Mobile Telecommunications Systems (UMTS) soll ab 2002 Handy-Telefonieren in bedeutend besserer Sprachqualität, schnellere Datenübertragung und eine Fülle mobiler Multimedia-Anwendungen erlauben. In Deutschland sollen im Sommer vier bis sechs UMTS-Lizenzen versteigert werden; auch dort werden Milliardengebote erwartet.(APA)