Bild nicht mehr verfügbar.
Wörtlich spricht der Gutachter laut "Falter" von einer "inneren Erstickung", die "durch die große Intensität und Dauer der Fixierung durch zumindest fünf Exekutivbeamte und zwei Sanitäter eingetreten" sei. Aus dem Gutachten: "Die Ursache des Kreislaufstillstandes ist die Beeinträchtigung der Atembewegungen und die Beeinträchtigung des Blutrückflusses in das Herz."
Minutenlang regungslos am Boden
Primarius Hudabiunigg rügt vor allem, dass Wague minutenlang regungslos am Boden lag und keine Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgt seien. Hudabiunigg: "Es ist davon auszugehen, dass eine sofortige lebensrettende Maßnahme entsprechend einer Laienschulung zumindest mit Herzmassage auch außerhalb des Rettungswagens möglich und sinnvoll gewesen wäre." Hätten Arzt und Einsatzkräfte gehandelt, hätten sie Wague vielleicht das Leben retten können. Es seien "unnötigerweise zumindest drei bis vier Minuten vergangen".
"Fehlende Koordination"
Aber auch ein anderes Gerichtsgutachten übt Kritik. Rudolf Pföhs, Experte für Einsatztechnik bei der Polizei, hält laut "Falter" fest, dass eine "fehlende Koordination bei den Fixierungen jeweils im Kopf- und Brustbereich zu bemängeln ist". Manche Beamte hätten "nicht notwendige Fixierungsmaßnahmen" gesetzt. Kritik übt der Gutachter - er ist Schieß- und Einsatztaktiker sowie Beamter des Innenministeriums - auch an "fehlenden Vorschriften" bezüglich Fixierungen. Die Beamten hätten teils nur auf Grund "reiner Erfahrungswerte" gehandelt, so Pföhs.