Er ist Träger des goldenen Parteiabzeichens der Freiheitlichen Partei – aber nicht mehr deren Mitglied: Erich Reiter, Sektionschef im Verteidigungsministerium, hat nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft seinen Austritt aus der FPÖ erklärt. Auslöser für den Abschied war die Haltung des nunmehrigen Parteichefs Heinz-Christian Strache zum Einsatz des Bundesheers in Afghanistan.Strache meint, dass es ein "Wahnsinnseinsatz" wäre, Soldaten des neutralen Österreich zum Schutz des Demokratieaufbaus in Afghanistan zu entsenden. Reiter, der auch einer der fleißigsten sicherheitspolitischen Publizisten in deutscher Sprache (zuletzt: "Bosnien und Herzegowina. Europas Balkanpolitik auf dem Prüfstand", Nomos Verlag) ist, will mit solchem Populismus nichts zu tun haben. (cs/DER STANDARD; Printausgabe, 7.10.2005)