Linz - Titelverteidiger Vienna Capitals hat dem EHC Liwest Linz am Donnerstag in der sechsten Runde der Erste Bank Eishockey Liga nicht nur die erste Saisonniederlage zugefügt, sondern die Oberösterreicher auch von der Tabellenspitze gestürzt. Finnland-"Heimkehrer" Oliver Setzinger erzielte beim 4:3 (1:1,1:1,2:1)-Auswärtserfolg den vierten und entscheidenden Treffer der Wiener und avancierte damit zum Matchwinner. Der Villacher SV, der am Freitag zum Schlager bei den Red Bulls Salzburg reist, übernahm die Tabellenführung.

Ex-Caps-Kombi

3.300 Zuschauer in der Linzer Eishalle bejubelten in der 10. Minute die 1:0-Führung der Gastgeber, die aus einer Kombination der Ex-Capitals Dave Chyzowski und Robert Lukas im Powerplay resultierte. Nach Vorarbeit von Lukas fälschte Rob Shearer einen Chyzowski-Schuss unhaltbar ab. Suorsa (16.) gelang ebenfalls in Überzahl der verdiente Ausgleich für den amtierenden Meister.

Im zweiten Drittel brachten es die Oberösterreicher zwar auf ein eindrucksvolles 19:6-Torschussverhältnis, der Spielabschnitt endete aber erneut ausgeglichen. Nach der ersten Wiener Führung durch Ressmann (27.) sorgte Chyzowski (28.) postwendend für den Ausgleich. Der Kanadier, der im Sommer zu den Black Wings gewechselt war, erwies sich bisher als echter Glücksgriff. Im fünften Saisonspiel erzielte der Stürmer bereits sein fünftes Tor, wobei er in jedem Match traf.

Setzinger fixierte Sieg

Im Schlussabschnitt brachte Wren (43./PP) die Capitals abermals in Führung, nun waren es jedoch die Linzer, die umgehend konterten. Szücs (44.) ließ dem Schlussmann der Wiener, Jeff Maund, keine Chance und stellte den neuerlichen Gleichstand her. Finnland-"Heimkehrer" Oliver Setzinger (57.) blieb es schließlich vorbehalten, mit seinem fünften Saisontreffer (bei ebenso vielen Assists) den Sieg der Gäste und die erste Niederlage der Linzer zu fixieren. (APA)

Ergebnis der 6. Runde:

  • EHC Liwest Linz - Vienna Capitals 3:4 (1:1,1:1,1:2) Linzer Eishalle, 3.300, SR Schimm (GER). Tore: Shearer (10./PP), Chyzowski (28.), Szücs (44.) bzw. Suorsa (16./PP), Ressmann (27.), Wren (43./PP), Setzinger (57.). Strafminuten: 8 bzw. 10.