lang ersehnt, wurde es nun also präsentiert: das umweltprogramm der wiener grünen. schließlich gehts da um die kernkompetenz dieser bewegung. schon das titelblatt lädt ein: eine graue wüste und die wegweiser zeugen in richtung ökostrom, luft, trinkwasserprobe und taubenschlag - denn auch letzteres ist eine zentrale forderung im programm. dies alles gedruckt auf chlorfrei gebleichtem papier - einfach wunderhübsch anzuschauen. eine druckqualität, die wir bei den grünen eigentlich bisher noch nicht kannten. zumindest nicht auf einem umweltprogramm.

wir erfahren darin nun, dass der "wiener grüngürtel in höchster gefahr" sei - denn das, was auf den radio austria-gründen am wienerberg passiert, könnt' sich ja noch auswachsen. und wer weiß, was der häupl mit seinem biosphärenpark in wirklichkeit so alles vor hat. dann aber übertreffen sich die grünen wirklich selbst und schießen schneller, wie die schatten ihrer manifeste. im kapitel feinstaub werden "dieselpartikelfilter für baumaschinen und andere off-road--maschinen, im besonderen für magistratseigene maschinen" gefordert. sensationell: im 2. feinstaubpaket der stadt wien findet sich unter anderem: "partikelfilterpflicht für offroad-dieselmotoren ... dies betrifft v.a. bagger, maschinen, mobile aggregate, hubstapler etc."

eigentlich unglaublich. jetzt erfüllt die spö schon forderungen der grünen bereits einen monat bevor sie von der opposition veröffentlicht werden. schlimmer noch: die spö hat sich sogar erfrecht, die grüne forderung "sparsamer streispitteinsatz und schnelle streusplitteinkehrung mit modernsten kehrmaschinen" bereits mit der winterdienstverordnung 2003 umzusetzen.