Waidhofen/Thaya - Im Waldviertel geht am Freitag und Samstag die österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft zu Ende. Und Raimund Baumschlager gibt beim Saisonkehraus bereits als Staatsmeister Gas, da Achim Mörtl aus finanziellen Gründen definitiv nicht am Start sein wird. Der 45-jährige Baumschlager schaffte damit den Titel-Hattrick, in dieser Saison hat er auf Mitsubishi drei Läufe gewonnen. Mörtl siegte vier Mal, ehe ihm in der Sommerpause das Geld ausging.

Beide Tage der 25. OMV Rally Waldviertel werden extra gewertet, da am Samstag im Raum Litschau die Schotterprüfungen dominieren, und tags darauf rund um Horn der Asphalt-Anteil bei den SP's höher ist. In Gruppe A will Andreas Waldherr im VW Golf Kit-Car noch versuchen, am drittplatzierten Ungarn Krisztian Hideg vorbeizugehen, abzüglich der Streichresultate liegt der Österreicher fünf Zähler zurück.

Aufgepeppt wird das Rallye-Teilnehmerfeld durch die World Rally Cars von David Doppelreiter (Skoda/nur am zweiten Tag im Einsatz), Toto Wolff (Toyota Corolla) und dem Tschechen Stepan Vojtech (Peugeot 206).

Die Ehre gibt sich auch WM-Pilot Manfred Stohl, in einem Mitsubishi Lancer Evo VIII der Gruppe N nimmt er an der Wertung zum FIA Rallycup teil (ein Ergebnis nach zwei Tagen). Und fühlt sich als Gejagter. "Sie werden alle sicher alles geben. Doch ich fühle mich sehr stark, und im Waldviertel habe ich schon zwei Mal gewinnen können. Die Strecke liegt mir. Gerade am ersten Tag sollte ich auf Schotter einen guten Zeitpolster herausfahren können", sagte der 33-jährige Wiener.

Zwei Entscheidungen harren

Offen ist noch die Entscheidung in der Gruppe N: Hermann Gassner hat nach Nettopunkten 13 Zähler Vorsprung auf Ernst Haneder, der den Deutschen noch ein bisschen ärgern möchte. Martin Zellhofer liegt 17 Zähler zurück, das Trio ist auf Mitsubishi unterwegs. Ex-Staatsmeister Kris Rosenberger ist mit einem Gruppe-N-Subaru-Impreza von Stohl Racing am Start. Michael Brandner bestreitet seinen zweiten ÖM-Lauf nach dem Comeback nach fünfjähriger Rennpause bei der Steiermark-Rallye Anfang Oktober, in der er Sechster wurde.

In der Dieselwertung kommt es zum Showdown zwischen Hannes Danzinger (VW Golf Kit-Car) und Michael Böhm (Fiat Stilo), bei Punktgleichheit, wie derzeit der Fall, geht die Trophäe auf Grund der höheren Anzahl an Siegen an Danzinger. "Ich werde diesmal nur den Dieselpokal im Auge haben und nicht die Gesamtwertung der Rallye", sagte der 22-jährige Niederösterreicher, der auf Grund seines Speeds auch oft im Gesamtklassement vorne mitmischt. (APA)