San Francisco - Beschnittene Männer haben ein deutlich geringeres HIV-Infektionsrisiko. Das hat eine französisch-südafrikanische Forschergruppe bei Untersuchungen in der Nähe von Johannesburg herausgefunden. Die Wissenschafter hatten 3.274 unbeschnittenen heterosexuellen Männern angeboten, sie zu beschneiden und dann auf eine mögliche HIV-Infektion zu überwachen. Eine Hälfte der Männer wurde sofort beschnitten. Die andere Hälfte sollte 21 Monate warten. Beide Gruppen wurden in regelmäßigen Abständen auf HIV untersucht. Wie die Zeitschrift "PLoS Medicine" berichtete, stellten die Forscher nach 18 Monaten fest, dass sich aus der Gruppe unbeschnittener Männer 49 mit HIV infiziert hatten, verglichen mit lediglich 20 beschnittenen Männern. Daraufhin brachen die Wissenschafter die Untersuchung ab und boten allen Männern an, sie zu beschneiden. (APA/AP)