Hannover - Der Besuch der Weltausstellung wird eine anstrengende Sache: Visionen aus der Zukunft, ein Flug in die Welt der Medien oder schrille Tänze im Afrika-Pavillon machen auch müde. Deshalb haben sich die Expo-Macher Gedanken über die Entspannung gemacht - und "grüne Finger" über das rund 160 Hektar große Gelände verteilt. Da gibt es Seen, kleine Parks, Gärten und eine weltweit wohl einzigartige Allee, in denen sich die Gäste erholen können. Die "Allee der Vereinigten Bäume" ist rund 900 Meter lang und verbindet den West-Eingang mit der Plaza im Zentrum des Expo-Geländes. 273 verschiedene Baumarten aus den nördlichen Breitengraden wachsen hier. Sie sollen eine "Metapher für das friedliche Miteinander von Menschen aller Nationen" sein, heißt es. Damit diese Metapher nicht ohne Blätter da steht, sind die Bäume bereits vor mehr als einem Jahr angepflanzt worden. So konnten sie sich schon einmal an das Wetter in Hannover gewöhnen - und Blätter bekommen. Ebenso interessant für den Betrachter ist der Erdgarten, der sogar kleine Separees hat - aus Zierapfel- und Birnenhecken. In einer Expo-Veröffentlichung heißt es: "Im Erdgarten werden Sie sich neben den bis zu 13 Meter hohen, mit Gras bewachsenen Riesenkegeln recht winzig vorkommen. Selbst die kleinsten messen über fünf Meter." Was die Macher freut, lässt aber die Gärtner nicht gerade strahlen: Für das Mähen der Graskegel mussten sie eine eigene Technik entwickeln, mit der Rasenmäher an einer starken Steigung zwölf Meter hoch gezogen werden. (APA)