Innsbruck - Als "rechtlich bedenklich" hat der Bildungssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, den Umstand bezeichnet, dass das Bildungsministeriums bis zum Jahr 2013 Sanierungsmaßnahmen an den österreichischen Universitäten zugesagt habe. Dies würde bedeuten, dass "der Schutz von Leben erst 2013 beginnt", kritisierte er am Mittwoch.

"Das ist eine Unverfrorenheit, die nicht zu dulden ist", meinte Grünewald bei einer Pressekonferenz. Die Rektoren seien zwar gezwungen gewesen, die Universitäten mit allen Mängeln zu übernehmen. "Ich muss ihnen aber teilweise vorwerfen, dass sie auf die Mängel nicht immer sehr couragiert und mit dem nötigen Nachdruck hingewiesen haben", verwies er auch auf die Innsbrucker Uni-Leitung.

Im Zusammenhang mit dem Entwicklungsplan des Rektorates der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck sprach sich Grünewald dafür aus, dass die Studienrichtung Komparatistik erhalten bleibt. Diese werde derzeit nur in Innsbruck und Wien angeboten. "Es wäre eine Provinzialisierung der Innsbrucker Uni, wenn man auf dieses einzigartige Fach verzichten würde", machte er deutlich. Das fächerübergreifende Studium sei "relativ billig", es gebe wenig Unterrichtende. Den "engagierten" Lehrenden und Studierenden solle man nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. (APA)