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Matthias Platzeck

Brandenburgs Ministerpräsident zählt seit langem zu den Hoffnungsträgern in der SPD. Zuletzt wurde der frühere DDR-Bürgerrechtler als heißer Kandidat für ein Ministeramt in einer großen Koalition gehandelt - doch der gelernte Kybernetiker winkte frühzeitig ab.

Bundesweit bekannt wurde der 1995 in die SPD eingetretene Platzeck durch seinen Einsatz als damaliger Landes-Umweltminister beim verheerenden Oderhochwasser im Sommer 1997. Nach einem Intermezzo als Potsdamer Oberbürgermeister wurde der geschiedene Vater dreier Töchter 2002 Nachfolger von Manfred Stolpe als Regierungschef in Potsdam.

Foto: APA/dpa

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Kurt Beck

ist seit 1994 Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, wo er an der Spitze einer SPD/FDP-Koalition steht. Der 56-Jährige war wiederholt als möglicher künftiger Parteivorsitzender gehandelt worden, hatte entsprechende Ambitionen aber stets bestritten.

Beck ist seit 1993 Chef des rheinland-pfälzischen Landesverbandes und seit 2003 auch stellvertretender Vorsitzender der Bundespartei. Der gelernte Elektromechaniker gilt als bodenständiger und vermittelnder Politiker und ist in seinem Heimatland äußerst beliebt. Als Erster Stellvertreter Platzecks wird Beck künftig eine herausgehobene Position erhalten.

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Peer Steinbrück

Der designierte Bundesfinanzminister gilt als scharfzüngiger Debattenredner. Im Gegensatz zu Müntefering verkörpert der 58-jährige gebürtige Hamburger den Managertyp in der SPD. In der politischen Karriere des verheirateten Vaters zweier Töchter und eines Sohnes hielten sich Höhe- und Tiefpunkte bislang die Waage: Für viele überraschend stieg Steinbrück im Herbst 2002 als Nachfolger von Wolfgang Clement zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen auf - um das Amt nur zweieinhalb Jahre später bei der Landtagswahl an Jürgen Rüttgers (CDU) abgeben zu müssen.

Dem Renommee Steinbrücks als ausgewiesenem Finanz- und Wirtschaftsexperten tat die SPD-Schlappe in NRW allerdings keinen Abbruch.

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Ute Vogt

Die baden-württembergische Landesvorsitzende zählt zu den Jungstars der Partei. Bundesweit bekannt wurde die Rechtsanwältin, als sie bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2001 als Spitzenkandidatin gegen Landesvater Erwin Teufel (CDU) antrat und ein überraschend gutes Ergebnis erziele. 2003 wurde Vize-Vorsitzende der Bundespartei. "Sie ist klug und sie beißt", sagte die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin einst über die Genossin. Innerhalb ihrer Partei zählt die unverheiratete und kinderlose Politikerin zu den so genannten Netzwerkern - dem Zusammenschluss vor allem jüngerer, reformorientierter Abgeordneter.

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Bärbel Dieckmann

Der Name der Bonner Oberbürgermeisterin (hier mit Bill Clinton) ist längst auch jenseits des Rheinlands bekannt. Die 56-Jährige gewann vor allem nach dem Regierungsumzug nach Berlin an Profil: Immerhin mauserte sich Bonn in ihrer Amtszeit zu einer Kongressstadt, in der zahlreiche UN-Einrichtungen angesiedelt sind, sowie zu einem Wirtschaftsstandort.

Kein Wunder, dass die Gymnasiallehrerin im vergangenen Herbst ihre Wiederwahl schaffte. Seit 2003 sitzt die mit Nordrhein-Westfalens SPD-Chef Jochen Dieckmann verheiratete Mutter vierer Kinder auch im SPD-Präsidium.

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Elke Ferner

Die saarländische Bundestagsabgeordnete soll anstelle der Parteilinken Andrea Nahles, die auf eine Kandidatur verzichtet hat, in die Parteispitze aufrücken. Die 47-Jährige ist stellvertretende Sprecherin der parlamentarischen Linken in der SPD.

Seit 2004 ist die Programmiererin zudem Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF). Ferner trat bei der Bundestagswahl im September als Direktkandidatin in Saarbrücken gegen den Linkspartei-Spitzenkandidaten und einstigen SPD-Chef Oskar Lafontaine an. Sie konnte ihr Direktmandat zwar knapp verteidigen, musste aber einen Verlust von 18,4 Prozentpunkten hinnehmen.

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