Die Australische Regierung hat ein Programm ins Leben gerufen, um verstärkt gegen Zombie-Computer vorzugehen. Fünf australische ISPs (Internet Service Provider) schlossen sich nun unter der Leitung der Australian Communications and Media Authority (ACMA) zusammen und wollen den untoten Spamversendern zu Leibe rücken, berichtet das IT-Portal AustralianIT. Überwachung ACMA soll die Netzwerke überwachen und infizierte Computer nach Entdeckung an den betreffenden ISP melden. Dieser informiert anschließend den Besitzer des PCs und wird Unterstürzung zur Entfernung der Malware anbieten. Zombies werden PCs genannt, die durch Infizierung mit einem Virus oder Wurm für Hacker fernsteuerbar gemacht werden. Sie werden dann für den Versand von Massen-Spam-Mails genutzt. Die australische Ministerin für Kommunikation, Helen Coonan, zeichnet für das organisierte Vorgehen gegen Zombies verantwortlich. Problematisch sei, dass die Besitzer des infizierten Computers meistens keine Ahnung haben, dass ihr Rechner von Hackern kontrolliert wird, so Coonan. Vergleichsweise "In Österreich übernehmen die ISPs dieses Aufgabe selbst, da es ja auch in ihrem Eigeninteresse liegt", sagte Kurt Einzinger, Generalsekretär der ISP Austria gegenüber pressetext. Diese seien es auch, die als erstes auf einen Zombie-PC aufmerksam werden. Zum Eigenschutz - um nicht auf einer globalen Blacklist aufzuscheinen - werden sie sich mit dem betroffenen Kunden in Verbindung setzen. Um das Problem zu lösen, genügt es per Virenscanner den Computer zu untersuchen und die betreffenden Programme zu löschen, so Einzinger. (pte)