Wien - Die Verhandlungen zwischen der zuständigen Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst über die geplanten Einsparungen bei den Beamtenpensionen gehen heute, Donnerstag, Nachmittag (16.30 Uhr) in die zweite Runde. Beide Seiten hatten zuletzt signalisiert, dass sie zu keinem Einlenken bereit sind. Vielmehr warfen die Gewerkschaftsvertreter der Regierung einen Bruch der Sozialpartnerschaft vor, da diese den Entwurf für die Reform während der laufenden Verhandlungen in Begutachtung geschickt hatte. Verwirrung gab es zuletzt um das angestrebte Einsparungsziel. So sieht der Regierungsentwurf zwar bis 2003 Einsparungen von rund 9,4 Milliarden Schilling vor, Riess-Passer bezeichnete diese Zahl am Mittwoch allerdings als unrichtig. Nach ihren Angaben sollen bei den Beamten fünf Milliarden Schilling eingespart werden, weitere zwei Mrd. S durch Neuregelungen bei Post und Bahn. Eckpunkte des Regierungspapiers sind die Anhebung des Pensionsantrittsalters von 60 auf 61,5 Jahre beginnend mit Oktober 2000, die Anhebung der Abschläge für jedes Jahr Frühpension von derzeit zwei auf drei Prozentpunkte sowie die Erhöhung des Pensionsbeitrages der aktiven Beamten und des Pensionssicherungsbeitrags der Beamtenpensionisten um je 0,8 Prozentpunkte. (APA)