Pandora

Michaela Göltl stellt in der Galerie Ariadne ihre Fotoserie zum Mythos "Pandora", der "alles Schenkenden", aus, einer in der Überlieferung als nur als femme fatale in Erinnerung Gebliebene, die das Verderben über die Menschheit brachte. Die Künstlerin versucht in ihren Bildern, Pandora von diesen misogynen Überlieferungen zu befreien.

Aus Schmuckschatullen, Zigarrenschachteln und anderen Behältern, die sie von ihren Großeltern und Eltern übernommen hat, lässt die Künstlerin die Menschen selbst klettern, schweben oder entfliehen. Denn sie selbst haben es in der Hand, ob sie Gutes oder Böses über die Welt bringen - nicht Pandora ist daran schuld... Damit entziehen sich auch Pandora und die Frauen im Allgemeinen festgelegten Zuschreibungen und schweben in einen undefinierten Raum außerhalb der traditionellen Bilder.

Dauer der Ausstellung: 16. November - 10. Dezember

Links: Galerie Ariadne, Fleischmanngasse 1, 1040 Wien;
mehr zu Michaela Göltl
Foto: Michaela Göltl

Die abgeschaffte Mutter

Am 24.11. um 19.30 Uhr liest Hilde Schmölzer aus ihrem neuen Buch in der FZ-Bar, mit einer parodistischen Gestaltung von Aloise Roth.

Hilde Schmölzer beschreibt auf ihrem Streifzug durch die Geschichte eine Entwicklung von den gebärenden Göttern im Mythos der Antike über die Geburt einer Frau aus dem Mann im christlichen Schöpfungsmythos, der Philosophie eines Aristoteles, nach der nur der männliche Same eine Seele besitzt, dem Bemühen der Alchimisten im Mittelalter, einen "homunkulus" in der Retorte zu erzeugen bis herauf zur Gen-und Reproduktionsmedizin, in der die Frau als Mutter gänzlich abgeschafft werden soll. Sie zeigt weiter, dass es in diesem Prozess der Ent-Eignung um Macht geht und im Zusammenhang damit um Kontrolle, um patriarchale Gewalt und schließlich um Ausbeutung und Vermarktung des weiblichen Körpers. Auch die zeitweise Mutterverherrlichung änderte - und ändert - wenig an der tatsächlichen Diskriminierung der Frau, die auch aus heutiger Perspektive beschrieben wird.

Link: "Die abgeschaffte Mutter
Der männliche Gebärneid und seine Folgen"
bei Promedia
Buchcover

Mehr Literatur

...erwartet Sie in der Woche vom 15. November zum 20. November. Nicht nur, dass die Österreichische Buchwoche im Wiener Rathaus da statt findet, nein, auch Traditions-Kaffeehäuser in und um Wien werden zum Schau- und Hörplatz für Genreinteressierte: Am 18. November lesen 22 Krimi-AutorInnen im "Stundentakt" aus ihren Büchern; mit dabei zB Lisa Lercher mit "Ausgedient" (Im Cafe Schmid Hansl, um 00.30 Uhr, Schulgasse 31, 1180 Wien).

Ebenfalls am 18. November werden Sie Edith Kneifl und Irmtraut Karlsson mit Kostproben aus ihren mörderisch guten Geschichten in "Tatort Wien" verwöhnen, und zwar um 13 Uhr im LeserInnenforum (Rathaus).

Links: Buchwoche, Milena Verlag
Foto: Buchwoche.at

Stecken, Stab und Stangl

Elfriede Jelineks Stück "Stecken, Stab und Stangl" ist unter der Regie von Tina Leisch seit Mittwoch, 16. 11. im ehemaligen jüdischen Theater im Nestroyhof (Nestroyplatz1, 1020 Wien) zu sehen.

Ein entlarvendes Stück zur jüngeren österreichischen Zeitgeschichte aus der Feder der Nobelpreisträgerin Jelinek, inszeniert von der Nestroypreisträgerin Leisch: Mit einem außergewöhnlichen, multikulturellen und fast ausschließlich weiblichen Ensemble.

Weitere Vorstellungen: 18., 19., 20., 22., 23., 25., 26., 27., November und 7., 8., 9., 10. Dezember (Beginn jeweils 20 Uhr) - Zusatzvorstellungen: 2., 3., 4. Dez. 2005 (Beginn: jeweils 20 Uhr) im EKH/Ernst-Kirchweger-Haus (Wielandgasse 2-4, 1100 Wien). Eintritt für AsylwerberInnen und AugustinverkäuferInnen frei!

Link: Von Tina Leisch kontinuierlich geführtes Arbeitsjournal zu diesem Theaterexperiment
Foto: Mario Lang

Quote

Das nächste Quote-Herbst-Event steht bevor, und zwar am Samstag, den 19. November ab 21 Uhr in der FZ-Bar, Währingerstraße 59 (Eingang Prechtlgasse), 1090 Wien.

Es spielt LIVE: Cherry Sunkist (Linz)
Anschließend gibt es das beliebte DJ-Ringerl der Quote Allstars.

***women only***
Flyer

Verhüten & Verfärben

Antonia geht noch zur Schule. Antonia will Sängerin werden. Antonia ist schwanger. Tausend Gedanken und Gefühle toben in ihr herum. Sie spielt alle (Un)möglichkeiten ihrer neuen Situation durch und kommt zu überraschenden Ergebnissen ...

Von Dienstag, 22. bis Samstag, 26. November läuft Lilly Axsters Stück "Verhüten & Verfärben" noch einmal im Dschungel Wien, dem Theaterhaus für junges Publikum.

Es gibt Schulvorstellungen in der Früh (10 Uhr) und Abendvorstellungen um jeweils 20 Uhr.

Link: Dschungel Wien
Flyer

Bild nicht mehr verfügbar.

Keine Lust mehr auf Burn-Out

Burn-Out ist wie eine Chinesische Fingerfalle, je angestrengter Sie daran ziehen, umso fester hat sie Sie im Griff. Erst wenn Sie sich entscheiden, locker zu lassen, können Sie sich daraus befreien.

Das Institut Frauensache bietet ein Wochenendseminar an, bei dem eben das erlernt werden soll:
  • Woran erkennen Sie, ob Sie an einem Burn-Out leiden oder gefährtet sind?
  • Betriebliche und persönliche Brandbeschleuniger für Ihr Burn-Out.
  • Wie werde ich wieder Chefin über mein Leben? Deligieren und Nein-Sagen, Zeitmanagement usw.
  • Kurz- und langfristigen Veränderungen planen, um die Freude am Leben und an der Arbeit wiederzugewinnen.
  • Die eigene Stärken entdecken und nutzen.
    - Methoden: Wissensvermittlung, Austausch, Selbsterfahrungselemente, kreative Medien
    - Leitung: Maga. Sabine Fabach (Personenzentrierte Psychotherapeutin, Focusing-Begleiterin, Supervisorin, Mitbegründerin des Instituts Frauensache)

    Termin: 25. bis 27. November 2005 (nur für Frauen)
    Zeiten: Freitag 17.30 - 20.30 Uhr, Samstag 10.00 - 17.00 Uhr, Sonntag 10.00 - 13.00 Uhr
    Kosten: 250,- Euro

    Information und Anmeldung: Sabine Fabach

    Link: Institut Frauensache, Reindorfgasse 29, 1150 Wien - Restplätze sind noch zu haben!
  • Foto: APA/epa/Tejido

    November im Frauenzimmer

    Am Mittwoch, 23. November um 19.30 Uhr liest Erica Fischer aus "Das Wichtigste ist, sich selber treu zu bleiben. Die Geschichte der Zwillingsschwestern Rosl und Liesl" (Ueberreuter 2005)

    Dass die beiden Wiener Zwillingsschwestern Rosl Breuer und Liesl Hahn im Januar 2005 ihren 85. Geburtstag gemeinsam begehen konnten, grenzt an ein Wunder: Als Rosl 23 war, wollte sie lieber sterben, als der Gestapo unter der Folter Genossen zu verraten – und überlebte. Die Schwestern hatten schon als Kinder gelernt, dass man starke Nerven braucht, um sich nicht verbiegen zu lassen. Gemeinsam trotzten sie den Austrofaschisten, den Nazis und am Ende auch noch den Kommunisten. Den Einmarsch ihrer einstigen Befreier 1968 in Prag wollte Rosl Breuer nicht mehr mittragen. Sie trat aus der KPÖ aus und verlor ihre Stelle bei der kommunistischen Zeitung "Volksstimme". Dafür war sie endlich wieder mit ihrer Schwester Liesl vereint, die nach 22 Jahren in der Tschechoslowakei mit ihren drei Kindern nach Wien flüchtete. Erica Fischer verwebt die Erzählung dieser Zwillingsschwestern mit der wechselhaften Geschichte Österreichs nach dem Ersten Weltkrieg.

    Link: Buchhandlung Frauenzimmer, 1070 Wien, Zieglergasse 28
    Foto: Frauenzimmer

    Carla Knapp im 7stern

    Mit ihrer Gitarre im Gepäck und jeder Menge Power begibt sich Filme- und Liedermacherin Carla Knapp gemeinsam mit dem Publikum am Samstag, 26. November um 20 Uhr auf die "Reise zum dritten Ort".
    Unverwechselbar mit ihrer markanten Stimme, originell in ihren Geschichten, verspricht Carla Knapps Konzertprogramm einen Abend der besonderen Art.
    hingehen – anhören – mitreisen. UKB € 5,-

    Link: Kulturzentrum 7*stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien
    Bild: Standard/Nanook Film

    Goldfish Memory

    Seit 4. November kann frau sich eine perfekte Selbstmedikation gegen herbstliche Stimmungstiefs verabreichen: Liz Gills queere Komödie "Goldfish Memory" läuft exklusiv im Top Kino.

    Die Studentin Clara sieht, wie ihr Professor und Lover Tom ihre Mitstudentin Isolde küsst. Kurz darauf lernt Clara die lesbische Fernsehjournalistin Angie kennen und beginnt eine Affäre mit ihr – glaubt aber nicht an monogame Beziehungen, was wiederum Angie so fertig macht, dass sie mit ihrem besten schwulen Freund im Bett landet. Red wiederum verliebt sich in den vermeintlich heterosexuellen Kellner David, der (noch) mit seiner Freundin zusammenwohnt...

    Link: Top-Kino, 1060 Wien, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse); Kartenreservierung unter 0699 / 120 96 100 oder per E-Mail
    Screencap/DV8-FILM

    Bild nicht mehr verfügbar.

    Von der Kunst stehen zu bleiben

    Bis 22. November ist im ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien, die Ausstellung "Von der Kunst stehen zu bleiben" (Milena Jesenská)
    Flüchtlingshilfe. Fluchthilfe
    Prag 1933 - 1939
    zu sehen.

    Zwischen 1933 und 1939 wurde die Tschechoslowakei zum Zufluchtsland für Tausende Flüchtlinge aus Österreich und dem Deutschen Reich. Die Ausstellung würdigt einige jener Menschen, die sich im Rahmen von Hilfsorganisationen oder spontan für die Flüchtlinge einsetzten. Zu ihnen gehörten Marie Schmolka, die in der jüdischen Flüchtlingshilfe arbeitete, oder Doreen Warriner, die Leiterin des Prager Büros des British Committee for Refugees from Czechoslovakia. Die JournalistIn Milena Jesenská verfasste nicht nur eindrucksvolle Reportagen über die immer bedrohlicher werdende Situation in der damaligen Tschechoslowakei, sie war auch selbst Mitglied einer Gruppe, die gefährdeten Menschen zur Flucht verhalf, als das Land keinen Schutz mehr bieten konnte.

    Montag - Donnerstag 9 - 11.30 und 14 - 19 Uhr, Freitag 9 - 11.30 Uhr
    Eintritt frei!
    Bitte haben Sie Verständnis für die notwenigen Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen Lichtbildausweis mit!

    Link: ESRA
    Foto: APA/dpa

    15 Jahre Zurbrügg on stage

    ...sind wohl ein guter Grund zum Feiern: 1990 hatte die Musikerin, Schauspielerin und Filmemacherin Christina Zurbrügg mit ihrem ersten Soloprogramm "Café de Chinitas" im Theater Drachengasse ihr Debut. 2005 spielt sie anlässlich ihres Bühnenjubiläums solo wieder hier und präsentiert im Zuge dessen auch die brandneue Jubiläums-CD "Zurbrügg Spanish – lorca & more".
    Termine: 14. bis 26. 11. (Di. – Sa., 20 Uhr) im Bar & Co / Theater Drachegasse (1010 Wien; Fleischmarkt 22)
    Karten: Tel. 01/513 14 44, E-Mail

    Vorschau:
  • Live in Concert gibt's Zurbrügg & Band mit "yodel ,n' bass" am 27. 1. 2006 um 20 Uhr im Porgy & Bess (A-1010 Wien; Riemergasse 11)
  • "Vom Bleiben und vom Gehen" – ein Musikfilm von Christina Zurbrügg und Michael Hudecek anlässlich des 85. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt - Geplante Ausstrahlung ORF-3sat: 7. Jänner 2006

    Link: Christina Zurbrügg
  • Foto: Josef Gallauer

    Frauen Hände Arbeit

    Frauen verschiedener Generationen und Herkunft arbeiten viel, auch mit ihren Händen. Sie tun es aus den unterschiedlichsten Gründen. Das palaver connected und der Verein OMEGA möchten in einer Ausstellung zeigen, was alles von Frauen hergestellt wird und welche Bedeutung diese Tätigkeiten für die Herstellerin aber auch die Betrachterin haben.

    Frauen aus den sechs Herkunftsländern Albanien, Afghanistan, Indonesien, Bosnien, Iran und Österreich werden im November 2005 und Jänner 2006 im palaver connected Handarbeiten ausstellen.

    palaver connected, Griesgasse 8, 8020 Graz, Tel: 0316/71 24 48, Fax: DW 8; E-Mail

    Links: Frauenservice Graz; Weitere Veranstaltungen im palaver connected
    Foto: Palaver

    Männerwelten und Frauenzimmer

    Welche Bilder von Männern und Frauen werden im Museum vermittelt? Wie sieht dabei die Rollenverteilung aus? Und welche geschlechtsspezifischen Aspekte bleiben ausgeblendet? Das Wien Museum Karlsplatz hat die Historikerinnen Roswitha Muttenthaler und Regina Wonisch eingeladen, die Dauerausstellung des Hauses unter dem Aspekt "Männer und Frauen" kritisch zu kommentieren und zu ergänzen.

    Die "Intervention" mit dem Titel "Männerwelten und Frauenzimmer" beschäftigt sich mit insgesamt fünf Themenbereichen: So werden die Rüstungen in der Sammlung als Männer-Maskerade entlarvt und die männlich dominierten Zünfte auf ihren Umgang mit Frauen hin untersucht. Weiters wird die Aufmerksamkeit auf die Salons um 1800 gelenkt, die von Frauen (wie etwa Karoline Pichler) geführt wurden – und nicht zuletzt den Hausherren Renommee und Kontakte verschafften. Neben der Frage, warum die "Grillparzer-Wohnung" so ganz ohne die Schwestern Fröhlich auskommt, geht es schließlich noch um "haarige Angelegenheiten": die Frage nämlich, welche Frisuren und Bartmoden einst als seriös, verführerisch, revolutionär oder politisch korrekt galten.

    "Männerwelten und Frauenzimmer" ist noch bis 29. Jänner zu sehen und setzt die Reihe der "Interventionen" fort, die im Wien Museum für Abwechslung in der Dauerausstellung sorgen sollen – durch ideologiekritische Kommentare, ergänzende Exponate oder Fragen, die im Museum zu selten gestellt werden.

    Link: Wien Museum, Karlsplatz, 1040 Wien.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 9.00 bis 18.00 Uhr

    Bild: Katharina Fröhlich (1800-1879) Heinrich Thugut (?), undatiert
    Bild: Wien Museum

    Bild nicht mehr verfügbar.

    Vortrag zur Frauenarbeit

    Frauenarbeit als sozialer Puffer
    Referentin: Mag.a Alexandra Weiss, Wissenschafterin und Expertin über Frauenarbeit in neoliberalen Verhältnissen und Buchautorin
    Am Dienstag, 13. Dezember ab 20 Uhr in den Räumen von "Frauen aus allen Ländern", Schöpfstraße 4, 6020 Innsbruck

    Thema dieses Abends sind Arbeits- und Geschlechterverhältnisse im Neoliberalismus unter Berücksichtung Tiroler und Innsbrucker Arbeitsmarktdaten. Alexandra Weiss zeigt die gesellschaftspolitische Entwicklung auf. Mögliche Auswege sollen diskutiert werden. Nur für Frauen!

    Infos unter AEP-Frauenbibliothek
    Foto: Reuters/REINHARD KRAUSE