Wien - "Verlässlichkeit in der Sache und Konsequenz in der Haltung" vermisst der SP-Klubobmann Josef Cap bei den Grünen. FP-Chef Heinz-Christian Strache konstatierte in einer Reaktion auf den Grünen Bundeskongress, Bundessprecher Alexander Van der Bellen habe "seine Nerven völlig weggeschmissen". Und VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka ging am Samstag neuerlich auf das Thema Konkordat ein.

Cap: "Nicht sehr glaubwürdig"

Aufgeschreckt durch enttäuschenden Wahlergebnisse würden die Grünen wieder einmal "eine taktische Wende vornehmen und diesmal zur ÖVP auf Distanz gehen", meinte Cap. Die Distanzierung sei allerdings "nicht sehr glaubwürdig". Er verwies darauf, dass Van der Bellen schon einmal die Abschaffung der Studiengebühren und den Ausstieg aus den Eurofightern als nicht notwendige Bedingungen für eine Koalition genannt und sich damit an die ÖVP "angebiedert" habe.

"Politik der offenen Grenzen"

Für Strache zeigt sich, dass mit Van der Bellen bzw. den Grünen in Regierungsverantwortung für Wien bald "Pariser Zustände" zu erwarten seien. Eine "Politik der offenen Grenzen" und das Ausspielen von Ausländern gegen Inländern, wie es Van der Bellen mache, bereiteten genau die Saat auf, die zu den derzeitigen Unruhen in und rund um Paris geführt hätten, sagte Strache.

Lopatka forderte von den Grünen bereits im Vorfeld des Kongresses neuerlich ein "klares Bekenntnis zum Konkordat". Zuletzt hatte es diesbezüglich eine von einem Grünen Bezirksrat ausgelöste Debatte gegeben. (APA)