Die israelische Firma Senselt Technologies Ltd hat ein Gerät entwickelt, das bestimmte Darstellungen auf Computer-Darstellungen mit Düften versehen soll. Firmengründer Eli Fisch sagte bei einer Vorführung am Donnerstag in der israelischen Stadt Herzlija, das Gerät, das eine Reihe von Duftpatronen enthalte, solle als Zusatzausrüstung für Computerspiele dienen. Durch die Kombination einzelner Duftkomponenten aus den Patronen könne es je nach Spielsituation verschiedene Gerüche herstellen. Wenn etwa eine Spielfigur eine virtuelle Höhle betrete, sorge der Apparat für einen muffigen Geruch. Das Gerät solle im Herbst auf den Markt kommen und zunächst 90 Dollar kosten. Bei der Neuentwicklung handle es sich nur um eine Zwischenlösung, sagte Fisch. Senselt entwickle zusammen mit zwei Professoren des Weizman-Instituts für Wissenschaft eine Technik, mit deren Hilfe Duftnachrichten auch über das Internet übertragen werden könnten. Ein künstliche Nase solle dann einen bestimmten Duft aufnehmen und ihn mit einem Nummernkode versehen. Diese Zahlenkombination werde über das World Wide Web übertragen und vom Gerät des Empfängers wieder in eine Duftnote umgewandelt. Künftige Geräte seiner Firma sollten auch an Fernseher, Spielekonsolen und Mobiltelefone angeschlossen werden können, sagte Fisch. Lebensmittelhersteller könnten ihre Kunden dann vor dem Online-Verkauf den Duft bestimmter Produkte schnuppern lassen. Bei einer Fernseh-Werbung für Orangensaft könne der Apparat etwa den Geruch frischer Früchte verströmen. Die amerikanische Firma DigiScents hat bereits eine Methode entwickelt, mit der Düfte über das Internet übertragen werden können. Ein entsprechendes Gerät will das Unternehmen ab Herbst auch in Deutschland verkaufen. Der italienische Parfüm-Hersteller Lorenzo Dante-Ferro hat einen Apparat entwickelt, der einzelne Düfte wie Jasmin, Rose oder Lavendel im Internet übertragen soll. Die Duftkomponenten können dabei allerdings nicht miteinander kombiniert werden. (Reuters)