Kopenhagen - NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat Mängel beim NATO-Einsatz in Afghanistan kritisiert. Er sagte am Dienstag in Kopenhagen vor der Plenarsitzung der NATO-Parlamentarierversammlung, in Afghanistan sei auf die "politische Rhetorik" nicht immer das Eingehen auf die entsprechenden militärischen Verpflichtungen gefolgt. Als Grund nannte er das "beunruhigend niedrige Niveau nationaler Verteidigungshaushalte". Der Einsatz in Afghanistan habe Lücken in Schlüsselbereichen und dabei vor allem bei Lufttransporten enthüllt.

Militärallianz

Zum NATO-Katastropheneinsatz nach dem Erdbeben in Pakistan erklärte er, dieser habe völlig neue Fragen über die Verwendung von schnellen Eingreiftruppen der Militärallianz auf eine Weise aufgeworfen, die man sich noch vor Kurzem so nicht habe vorstellen können. An dem sechstägigen Treffen der Parlamentarierversammlung nahmen 600 Abgeordnete aus allen 26 NATO-Mitgliedsländern sowie mehr als zehn weiteren Staaten teil. (APA/dpa)