Düsseldorf - Ein Herzschrittmacher, der Daten per Telefon überträgt, und ein Atem-Test auf das "Magengeschwür-Bakterium" Helicobacter pylori - das sind nur einige der Neuigkeiten, die ab Mittwoch auf der Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf gezeigt werden. Eine komfortable Überwachung von Patienten mit Herzschrittmacher bietet der "Cardio-Messenger" eines Berliner Anbieters.

Der in den Körper eingepflanzte Schrittmacher sendet selbstständig Daten an ein handyähnliches Gerät, das der Patient am Gürtel tragen kann. Von dort werden die Herzdaten automatisch an ein medizinisches Service-Center übertragen, wo sie analysiert werden.

Alternative zur Magenspiegelung

Die schwedische Firma Noster zeigt eine Alternative zur Magenspiegelung: Das neu entwickelten Testgerät "Heliprobe" zeigt, wie ohne belastenden Eingriff und preisgünstig bestimmt werden kann, ob Patienten mit Magenbeschwerden von Helicobacter pylori befallen sind. Hierzu schluckt der Patient eine Tablette, die Kohlenstoff-14 enthält. Falls das Bakterium im Magen vorhanden sein sollte, spaltet es den Kohlenstoff und bildet neben Ammoniak auch CO2, das ausgeatmet wird. Nach kurzer Zeit könne so mit 98-prozentiger Sicherheit bestimmt werden, ober der untersuchte Magen von dem Bakterium befallen sei oder nicht, sagt Björn Clavey vom Schwedischen Außenwirtschaftsreferat.

Nichtinvasive Operation von Gebärmutter-Tumoren

Mit einer neuen Methode sollen Gebärmutter-Tumore mittels eines unblutigen chirurgischen Eingriffs entfernt werden. Dafür kommt die so genannte Thermotherapie zum Einsatz, ein auf Ultraschallwellen basierendes Operationsverfahren, das mit Magnetresonanztomographie (MRT) kontrolliert und gesteuert wird. Während der Behandlung liegt die Patientin bäuchlings in einer MRT-Röhre. Gezielt gebündelte Schallwellen werden dann schmerzfrei direkt auf den Tumor geleitet und entfalten dort bei einer Temperatur von 60 bis 80 Grad Celsius ihre hohe Energie, wie ein Sprecher der Herstellerfirma GE Healthcare sagt. (APA/AP)