Belgrad/Den Haag Der Menschenrechts- und Minderheitenminister Serbien-Montenegros, Rasim Ljajic, hat Geheimverhandlungen der serbischen Behörden mit dem als Kriegsverbrecher gesuchten früheren bosnisch-serbischen Militärführer Ratko Mladic bestritten. Ljajic reagierte damit am Mittwoch auf entsprechende Medienberichte. Die Verhandlungen sollen laut den Meldungen zu einer freiwilligen Übergabe Mladics an das UNO-Tribunal führen. Es gebe keine Verhandlungen mit Mladic, sagte Ljajic in Den Haag, wo er mit der Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Ex-Jugoslawien, Carla del Ponte, zusammengekommen war. Ljajic sagte auch, dass er nicht daran glaube, dass Mladic sich freiwillig dem UNO-Tribunal ausliefern werde. Vielmehr werde man ihn festnehmen müssen, sagte der Minister. (APA)