Lima - Peru hat nach Berichten über neue Guerillaaktivitäten am Freitag in einigen Dschungel- und Hochlandprovinzen den Notstand ausgerufen. Dazu gehören auch die Provinzen Huanta und La Mar, in denen die maoistische Rebellengruppe Leuchtender Pfad entstand. Im September hatte Kabinettschef Pedro Kuczynski schon gewarnt, der Leuchtende Pfad scheine sich in einigen Gebieten neu zu organisieren.

Bürgerechte außer Kraft

Die Notstandsgesetze setzen die Bürgerechte außer Kraft und geben Polizei und Militär weit reichende Befugnisse. Der Leuchtende Pfad war besonders in den 80er Jahren und Anfang der 90er aktiv. Die Bedrohung durch die Rebellen schwand aber drastisch, nachdem der Anführer der Gruppe, Abimael Guzman, 1992 festgenommen wurde. Guerillagruppen sind aber in den Dschungelgebieten von Peru nach wie vor aktiv, wo sie Kokainschmuggler schützen. (APA/AP)