Harald Katzmair

Foto: FAS.research
Wien - Naturkatastrophen, internationale Konflikte und Entwicklungen an der Börse haben eines gemeinsam: Es handelt sich um komplexe, nicht-lineare und weitestgehend unvorhersagbare Prozesse. Computersimulationen sind in der jüngeren Vergangenheit zu einem probaten Mittel geworden, diese hochkomplexen Phänomene nicht nur darzustellen, sondern sie auch nachvollziehen und verstehen zu können.

Die Ausstellung "The Age of Simulation" im Linzer Ars Electronica Center (AEC) - Laufzeit vom 12. Jänner bis 13. August - ist Computersimulationen und ihrer Anwendbarkeit für Forschung und Lehre gewidmet. An den ersten drei Tagen findet zusätzlich eine Fachkonferenz zum Thema statt.

Die Ausstellung

In "The Age of Simulation", einem Projekt des "Awareness-Programms" des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, können sich die BesucherInnen auf einen "Simulationspfad" begeben, der durch die verschiedensten Bereiche, in denen Computersimulationen zum Einsatz kommen, führt: Ob sinnliche Wahrnehmung, Spiel oder (spielerisches) Lernen - die BesucherInnen sind ausdrücklich zum Experimentieren und Nutzen der zahlreichen interaktiven Möglichkeiten auf dem Simulationspfad eingeladen.

Interaktivität ist für den künstlerischen Leiter des AEC, Gerfried Stocker, von entscheidender Bedeutung: Bisher habe man sich darauf beschränkt, Informationen aus Büchern auf CD-Roms zu digitalisieren, um sich dann durchklicken zu können. "Man dachte das sei interaktiv", tatsächlich sei das aber "fad". Ohne eine künstlerische Inszenierung des Wissens, die an Neugier und Spieltrieb als zentrale Triebfedern des Lernens appellieren, entstünden lediglich "digitale Lagerhallen".

Die Konferenz

Eingeleitet wird die Ausstellung von der dreitägigen Konferenz "The Age of Simulation – Lernen und Forschen im 21. Jahrhundert" (12. bis 14. Jänner). Die Bedeutung von Simulationen in so unterschiedlichen Bereichen wie Forschung, Kunst und Unterhaltung, Wirtschaft oder (Aus-)Bildung wird von ExpertInnen aus den jeweiligen Fachgebieten diskutiert. Harald Katzmair, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens FAS.research, dazu: Es gehe nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern um verstehen zu lernen, was vor sich geht. FAS.research ist gemeinsam mit dem Ars Electronica Center, beauftragt vom Dialogprogramm Innovatives Österreich, Veranstalter der Konferenz.

Im Rahmen der Konferenz findet eine Reihe von Panels, Workshops und Evening Lectures statt - den genauen Ablauf finden Sie in der linken Spalte. (red)