Bagdad - Mehrere bewaffnete Gruppen haben nach Angaben der irakischen Regierung ein Gesprächsangebot von Präsident Jalal Talabani angenommen. "Wir haben Anrufen von Menschen bekommen, die sagten, sie gehören zu einer bewaffneten Gruppe", sagte der Chef des irakischen Sicherheitsrats, Wafik al Samarrai, am Samstag. "Sie sagten, sie wollten am politischen Prozess teilnehmen."

Die Anrufe seien aus den Sunnitengebieten nördlich und westlich von Bagdad gekommen. Es handle sich um Islamisten und Anhänger des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein. Ausländer seien nicht unter den Anrufern gewesen.

Standpunkte

Der irakische Präsident werde den Standpunkt der gesprächsbereiten Kämpfer anhören. Diese müssten aber zunächst ihren Kampf aufgeben. Talabani hatte am vergangenen Woche bei der Arabischen Liga in Kairo gesagt, er sei auch zu Gesprächen mit den Widerstandskämpfern im Irak bereit. Der irakische Zweig des Terrornetzwerks Al Kaida wies das Gesprächsangebot bereits schroff zurück.

Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad sind unterdessen am Samstag vier Iraker ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, richtete sich der Anschlag gegen zwei gepanzerte Fahrzeuge, in denen Ausländer durch die Hauptstadt fuhren. Von ihnen sei niemand verletzt worden, hieß es. Bei den Opfern handelte es sich um Zivilpersonen. (APA/AFP/AP)