Die ersten Schneehaufen des Winters warten auf die Räummannschaft des Hausbetreuers Attensam.

Foto: STANDARD/Newald
Wien - Wenn der Winter ins Land zieht und die ersten Flocken fallen, heißt das für die Hausbetreuungsfirma Attensam Hochbetrieb. Schneeschaufeln, Salz streuen, Einfahrten räumen, Parkplätze frei legen, Gehsteige säubern. Dafür stehen im firmeneigenen technischen Zentrum in Wien 400 Fahrzeuge bereit, die binnen kurzer Zeit dem Schnee zu Leibe rücken können: Räumfahrzeuge, Schneefräsen, selbstfahrende Schneeschiffe, kleine Traktoren, große Traktoren.

Ein eigener Wetterdienst kümmert sich um Vorhersagen, die Koordination der Schneeschaufler erfolgt per Handy. Die logistischen Vorbereitungen für die Jagd auf die Schneehaufen laufen seit dem Sommer - Objekte besichtigen, Routen festlegen, Touren einteilen.

Harte Konkurrenz

Die Konkurrenz bei der Winterbetreuung sei groß, sagt Geschäftsführer Oliver Attensam: "Der Markt wird enger, der Preiskampf größer, die Erwartungen der Kunden höher". Vor allem Kleinfirmen drängen in das Winterbetreuungsgeschäft. Gegen steuern könne man mit mehr Leistung und besserer Qualität. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende Juni 2005) erwirtschafteten die insgesamt 650 Mitarbeiter des heimischen Marktführers einen Umsatz von 20,5 Millionen Euro.

Rund 3000 Liegenschaften betreut der Familienbetrieb das ganze Jahr über (Rasen mähen, Aufzüge warten, Stiegenhäuser putzen etc.), im Winter kommen noch etwa 7000 Objekte hinzu, für die die Schneeräumung übernommen wird. "Dafür", sagt Attensam, "haben wir zusätzlich fixe freie Dienstnehmer."

Ein Viertel Jahrhundert

Vor 25 Jahren gründeten Attensams Eltern Grete und Hans den Betrieb. Heute führen er und Bruder Clemens, für Auslandsaktivitäten verantwortlich, die Firma. Im Jänner 2005 wurde eine Repräsentanz in Bukarest eröffnet, zu Jahresbeginn kommt eine Zweigstelle in Budapest dazu. "Viele Immobilienfirmen gehen in den Osten. Wir haben ein gutes Hausverwaltungsnetzwerk und hängen uns an", so Attensam. Der Standort Wien sei hier von Vorteil. (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.11.2005)