Hamburg - CDU-Vorsitzende Angela Merkel steht in der Beliebtheitsskala der Deutschen ganz oben. Mehrere Umfragen zeigten, dass die 45-Jährige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in diesem Punkt weit überflügelt hat. Im Vergleich der Parteien steht die SPD jedoch weiterhin klar vor der Union. Nach einer Umfrage (1.000 Befragte) des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" würden 78 Prozent es gerne sehen, wenn Merkel künftig "eine wichtige Rolle" zukäme. Dies sei ein Zuwachs von 42 Prozentpunkten seit Oktober 1999. Für die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" ermittelte Infratest-dimap (1.300 Befragte) eine hauchdünne Mehrheit für Schröder, wenn es zum direkten Kanzlerduell zwischen ihm und Merkel käme. Danach sprachen sich 44 Prozent für den Amtsinhaber und 43 Prozent für die neue CDU-Chefin aus. Mehr Sympathie und weniger Führung Ein Profilvergleich zwischen den beiden Spitzenpolitikern zeigt Schröder laut ARD eindeutig vorn als stärkere Führungspersönlichkeit. Hier liegt der Kanzler mit 59 Prozent weit vor der CDU-Politikerin mit 32 Prozent. 49 Prozent finden Merkel allerdings sympathischer als den SPD-Vorsitzenden, der auf 36 Prozent kommt. Schröder schob sich in der Beliebtheitsskala nach Angaben des "Spiegel" allerdings um einen Prozentpunkt vor Außenminister Joschka Fischer (Grüne), der lange Zeit die Nummer eins war. Wenn am Sonntag der Bundestag gewählt würde, läge die CDU laut "Spiegel" mit 38 Prozent der Stimmen hinter der SPD mit 40 Prozent. Die Grünen könnten mit sieben, FDP und PDS mit jeweils sechs Prozent rechnen. Nach der wöchentlichen Umfrage (1.100 Befragte) von dimap im Auftrag der "Bild"-Zeitung und MDR-aktuell würden für die SPD 41 Prozent der Wähler votieren - ein Prozent mehr als in der Vorwoche. CDU/CSU erhielten wie vor einer Woche 36 Prozent. Die Grünen (sechs Prozent) und die PDS (fünf Prozent) sackten um einen Prozentpunkt ab, die FDP liegt danach konstant bei sieben Prozent. (APA/dpa)