Fiat

hat sich ja lange geziert, beim Allrad- und SUV-Boom mitzumachen. Doch nun kommen auch Freunde der italienischen Traditionsmarke auf ihre Kosten. Wobei hier gleich einmal zwei unterschiedliche SUV-Philosophien aufeinander treffen.

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Auf der einen Seite

der burschikose Panda Cross als preisgünstiges Angebot an Jäger, sportliche Geländefans oder Bewohner alpiner Regionen.

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Ihm gegenüber

steht der auf dem kommenden Suzuki SX 4 basierende Sedici (italienisch für "16" - aus 4x4 abgeleitet), seines Zeichens offizielles Olympiafahrzeug für Turin, Allradlimousine für Krawattenträger.

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Was

unterscheidet die Fahrzeuge technisch? Der Panda Cross ist ein echter Fiat, 3,58 m lang, 1,61 m breit und gegenüber dem 4x4 um weitere fünf Zentimeter höher gestellt.

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Wie beim iPod

in der Unterhaltungselektronik wird auf engstem Raum eine komplette Ausstattung mit minimalen Aufpreismöglichkeiten geboten, zusätzlich aber die Fähigkeit, auch im schweren Gelände und auf dem Trial-Parcours trotz Kleinheit gut voranzukommen.

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55 Prozent Steigung

nimmt der Panda Cross, der fast einmal Monster geheißen hätte, problemlos. 30 cm Wattiefe oder Böschungswinkel rückwärts von 42 Grad sind kaum der Aufregung wert.

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Technische Basis

für den forschen Geländezwerg ist das von Fiat entwickelte Allradsystem mit Visko-Kupplung. Im normalen Straßenbetrieb wird dabei 98 Prozent der Kraft auf die Vorräder geleitet. Verschlechtern sich Bodenbeschaffung und Grip, wird die Kraft automatisch auf beide Achsen verteilt. In Extremsituationen kann mittels LD-Funktion (Locking Differential) die Kraft auf jene Räder geleitet werden, die über ausreichende Bodenhaftung verfügen.

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Als einzige

Motorisierung steht im Panda Cross der bewährte 1,3-Liter-70-PS-Multijet-Diesel mit Partikelfilter zur Verfügung. Markteinführung in Österreich Jänner 2006, Preis 17.690 €.

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Beim Sedici,

der so wie das bei Suzuki entstandene Kooperationsprodukt, der SX 4, erst Ende April 2006 verfügbar sein wird, finden sich zwar im Design Anklänge an Fiats Topmodell Croma. Technisch liegen aber die Schwerpunkte bei Suzuki, die Japaner zeichnen auch für die Produktion im ungarischen Estergom verantwortlich.

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Das elektronisch

gesteuerte Allradsystem verfügt hier über ein Zentraldifferenzial mit drei Funktionen: 1. 2WD-Frontantrieb für den Alltagsgebrauch; 2. bei schlechtem Straßenzustand verteilt sich nach Drücken des Schalters "Auto" die Traktion auf beide Antriebsachsen; und 3. kann in Extremsituation wie Schnee oder Schlamm bis 60 km/h mittels "Lock"-Stellung ein Verteilungsverhältnis von 50:50 erreicht werden.

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Funktioniert

in der Praxis tadellos - DER STANDARD konnte sich davon bei der internationalen Pressepräsentation in Oberitalien überzeugen.

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Zwei Motorisierungen

werden für den Sedici angeboten: Ein 1,6-l-Benziner von Suzuki mit 107 PS sowie ein 1,9-l-Multijet mit Partikelfilter von Fiat mit 120 PS. Vorläufiger Richtpreis: ab ca. 21.000 €. (Peter Urbanek, AUTOMOBIL, 2.12.2005)

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