BMW-Käufer sollen sich ihr Fahrzeug künftig weltweit über das Internet zusammenstellen können. Vom 1. Juli an stellt der Münchener Autokonzern zunächst in den Testmärkten Frankreich und Südafrika eine E-Commerce-Anwendung ins Netz, die die Anbahnung des Kaufvertrags ermöglicht. Eine in Deutschland bestehende Online-Anwendung soll im kommenden Jahr mit weiteren Modulen angereichert werden, teilte BMW am Montag in München mit. Bis spätestens Mitte 2001 soll das gesamte Konzept auch in den übrigen westeuropäischen Ländern, in Japan und in den USA zur Verfügung stehen. Die Beratung durch den BMW-Händler solle die Lösung aber nicht ersetzen, betonte der Konzern. Über das Internet können BMW-Kunden künftig die Ausstattung ihres Autos zusammenstellen, einen nahe gelegenen Händler suchen und ihn um eine Probefahrt bitten. Die BMW-Händler erhalten selbst ein Online-Portal, das alle Kundenanfragen darstellt. Teil der Lösung ist auch eine erste Abschätzung für den Wert des gebrauchten Fahrzeugs, das der Kunde in Zahlung geben will. Generalunternehmer für die Online-Lösung ist nach BMW-Angaben die eigene Software-Tochter Softlab, daran beteiligt waren aber auch andere Partner wie die Kabel New Media AG. (Reuters)