Basel - Die Notenbanken der Länder der Zehnergruppe (G 10) haben am Montag ihre Unterstützung für die derzeit schwache Euro-Währung zum Ausdruck gebracht. Im Anschluss an die monatliche Routinekonferenz der Notenbankchefs der G-10-Länder erklärte der britische Zentralbankchef Eddie George, die Schwäche des Euro passe nicht zum langfristigen Wirtschaftspotential Europas. An der Konferenz unter dem Vorsitz des Gouverneurs der Bank von England bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel nahmen auch Notenbanker weiterer Länder teil. Die Konjunktur der Euro-Zone entwickle sich nach Ansicht der Notenbank-Gouverneure gut, erklärte George weiter. Dass die Devisenmärkte in eine andere Richtung gingen, könnte - als ein Faktor - mit der Stärke der US-Wirtschaft zu tun haben, erklärte er weiter. Aber so ganz wollten die Notenbanker der Marktentwicklung nicht folgen. "Ich glaube nicht, dass einer der Sitzungsteilnehmer sicher ist, er verstehe, warum die Devisenmärkte so reagieren wie sie reagieren," sagte George in der auf Englisch abgehaltenen Medienkonferenz in Basel. Schließlich könne Europa dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent oder mehr rechnen. Auch von der Inflationsseite droht der Währung keine Gefahr. Die Inflationsrate in der elf Staaten umfassenden Euro-Zone liege in der Nähe ihres Höchststandes, wenn sie den Höchststand nicht bereits erreicht habe, sagte George weiter. (APA/Reuters/vwd)