Wien - Der frühere Innenminister Ernst Strasser (2000-2004) will sich nicht zu den Vorwürfen über Visahandel an österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland äußern. "Ich will dazu gar nichts sagen. Ich will der Frau Kommissarin nicht schaden", sagte Strasser nach Angaben der Tageszeitung "Die Presse" (Mittwochsausgabe) in Anspielung auf EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Strassers frühere Regierungskollegin steht unter Beschuss, weil sie Informationen über kriminelle Machenschaften mit Visa im Jahr 2002 nicht energisch genug nachgegangen sein soll. Gegenüber der Info-Illustrierten "News" (Donnerstagsausgabe) betonte die Ex-Außenministerin (2000-2004), sie habe die Informationen "von den internen Kontrollbehörden, aber auch von Innenministerium und Staatsanwaltschaft" überprüfen lassen. Dabei sei nichts gefunden worden. "Mehr konnte vom Außenamt nicht gemacht werden, wir sind nicht Untersuchungsbehörde." (APA)