Der mit 50.000 Schilling dotierte "Prof. Claus Gatterer-Preis" für sozial engagierten Journalismus geht 2000 an die ORF-Fernsehredaktion "Kreuz & Quer". Die Sendereihe ist seit vielen Jahren ein "wichtiges Sprachrohr für Toleranz" und "eine der besten europäischen Religionssendungen", heißt es in der Jury-Begründung. "Über diesen Preis freuen wir uns besonders. Mit dem Namen Claus Gatterer ist ein kritischer Journalismus verbunden, der uns erstrebenswert erscheint. Kritischer Religionsjournalismus wird immer wichtiger. Wenn alle vom Supermarkt der Religionen reden, muss irgendjemand auch an den Konsumentenschutz denken", so Gerhard Klein, Leiter der ORF-Hauptabteilung Religion. "Ehrende Anerkennung" Eine "Ehrende Anerkennung" erhält die Redaktion des Hörfunkprogrammes "Radio Nachbar in Not". Begründung: "Zur richtigen Zeit wird am richtigen Ort menschliches Programm für Menschen in Not" gemacht. Vor rund einem Jahr wurde anlässlich des Kosovo-Krieges das Radioprogramm innerhalb von sechs Tagen auf die Beine gestellt. Das mehrsprachige Mittelwellenprogramm habe die Kommunikation zwischen den verschiedenen Volksgruppen Mittel- und Südosteuropas gefördert. Insgesamt gab es heuer etwa 50 Einreichungen. Der Preis wird am 28. Juni, dem Todestag von Claus Gatterer, im kroatischen Kulturzentrum KUGA in Groß Warasdorf im Burgenland überreicht. Finanziert und organisiert wird der Bewerb vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC), dem Dr. Karl Renner-Publizistikpreis-Kuratorium, dem Prof. Claus Gatterer-Preis-Fonds und dem Land Südtirol. Der Jury gehören prominente Journalisten aus Österreich und Südtirol an. (APA)