Foto: ORF/Schafler
Der Humor der ZiB 2 hat wieder zugeschlagen. Anlass: Österreichs nun nicht mehr vogelgrippegefährdetes Federvieh darf wieder nach draußen. Hatte ein Beitrag zuvor noch ein düsteres Rumänien gezeigt, wo Menschen verzweifelt auf die Massenverbrennung ihres Hausgeflügels reagieren, wird das Ende der heimischen Vogelquarantäne zur Spaßmeldung erhoben.

An ihrem "großen Tag" der Freiheit verweigern nämlich die acht Hühner der Familie Geiger den Weg ans Tageslicht, beim Hendlbauern Ziniel gab es dagegen mangels Freiheit einen "so genannten Legeboykott" mit Eiereinbußen von bis zu 40 Prozent. Das Beste kommt aber noch: Zurück bei Familie Geiger, wo man angesichts des sich seiner Bestimmung hartnäckig verweigernden Freilandhuhns verzweifelt ist, gelingt der Durchbruch. Zitat: "Nach 20 Minuten traut sich die älteste, die acht Jahre alte Henne Susi einen ersten Erkundungsgang zu. Bis die anderen Hennen nachkommen, sei nur eine Frage von Stunden, hofft der Hausherr, der es jetzt mit gut zureden versuchen will." Die Susi also, die alte Draufgängerin!

Nahe liegend, dass die ZiB 2-Macher darauf spekulieren, um halb elf schon ein halbwegs angeheitertes Publikum vor sich zu haben. Was das Gebaren von Moderatorin Ingrid Thurnher erklären würde, die sich in offenbarem Glauben, dem Seher mit dem erheiternden Beitrag Gutes getan zu haben, nachsichtig lächelnd und mit Augenaufschlägen, die sie nur von Kollegen Roman Rafreider gelernt haben kann, vom entsetzten Publikum verabschiedet. (pum/DER STANDARD; Printausgabe, 17./18.12.2005)