Wien - "Wir sind für alles offen, nur das Ergebnis muss stimmen". So kommentierte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel am Dienstag die Diskussion um die Pensionsreform in Öffentlichen Dienst. Mit Fritz Neugebauer, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, wurde eine Verlängerung der Verhandlungsfrist vereinbar. Diese Zeit bis Anfang Juli werde man laut Schüssel nutzen, um das Reformpaket noch einmal zu verhandeln. "Selbstverständlich" werde es dabei keine Tabus geben. Sollten die Gewerkschafter vernünftige Vorschläge auf den Tisch legen, seien Änderungen möglich. Die Gewerkschafter sollten aber "endlich eigene Vorschläge" präsentieren, forderte Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, die für die Beamten zuständig ist. Wenn die Gewerkschaft ein konstruktives Verhalten an den Tag lege und selbst Vorschläge präsentiere, wie das Einsparungsvolumen erreicht werde, dann sei eine Einigung möglich. Wichtigster Grundsatz sei, dass es keine Ungleichbehandlung zwischen Beamten und ASVG geben dürfe. Das Einsparungsziel bei den Pensionen steht jedenfalls für Schüssel und Riess-Passer weiter außer Streit. Es gehe darum, die Zuwächse der Pensionszuschüsse des Bundes zunächst einmal um insgesamt 15 Milliarden Schilling für ASVG-Versicherte und Beamte zu reduzieren. Langfristig sei eine Halbierung der Bundeszuschüsse anzuvisieren, erklärte Schüssel. Auch der Terminplan für die Pensionsreform steht für Schüssel nicht zur Diskussion: Er bestätigte am Dienstag erneut, dass die Reform ab 1. Oktober in Kraft treten werde. (APA/eli)