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Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero, sieht in der Reform mehr Chancengleichheit und eine Erhöhung der Qualität in der Schulbildung.

Foto: REUTERS/Vincent West
Madrid – Schon vor einem Monat hatten mehr als 500.000 Spanier auf einer Kundgebung kirchlicher und konservativer Gruppen in Madrid gegen die Reform protestiert. Im Parlament stimmten die regierenden Sozialisten und mehrere Regionalparteien für das Gesetz, die konservative Volkspartei votierte dagegen. Nach der Bildungsreform wird die Religionsnote für die Versetzung oder den Schulabschluss künftig keine Rolle mehr spielen. Bisher wurde Religion wie jedes andere Fach bewertet.

Kritik

Die Gegner der Reform bemängelten, dass die Neuregelung zu einer Verschlechterung des Bildungsniveaus in Spanien führen werde. Das Gesetz erleichtere die Versetzung auch bei schlechten Noten, verringere die staatliche Unterstützung für Privatschulen und schränke die Möglichkeit der Eltern bei der Wahl der Schule für ihre Kinder ein.

Zustimmung

Demgegenüber betonte die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero, diese Reform werde mehr Chancengleichheit herstellen und die Qualität der Schulbildung erhöhen. Spanien gehört zu den EU-Ländern mit besonders niedrigem Bildungsniveau. Nur 41 Prozent der spanischen Schülerinnen und Schüler erreichen eine Hochschulreifem, im Durchschnitt aller EU-Länder sind es 67 Prozent. (dpa)