Wien - Der Aufsichtsrat (AR) der börsennotierten Verbundgesellschaft hat heute, Montag, grünes Licht für den Kauf von 49 Prozent der Energie Klagenfurt GmbH gegeben, in der alle Energieaktivitäten (Strom, Gas, Wärme) der Klagenfurter Stadtwerke gebündelt werden. Gemeinsam sei auch die Umsetzung eines neuen Gas-Kombi-Kraftwerkes um rund 250 Mio. Euro vorgesehen, teilt der Verbund am Montag mit.

Damit sei eine weitere aufschiebende Bedingung für den Erwerb erfüllt worden, so der Verbund in einer Pressemitteilung. Die kartellrechtliche Genehmigung soll noch im Dezember beantragt werden.

Der Verkaufspreis der Energie Klagenfurt beträgt dem Vernehmen nach 130 Mio. Euro. Heftige Kritik vor allem an einer fehlenden Ausschreibung für das Projekt gab es vom BZÖ und den Grünen.

Richtung Endkundenmarkt

Der Einstieg des Verbund in den städtischen Energiedienstleister bringe für alle Beteiligten wesentliche Vorteile, so der Verbund weiter. Für den Verbund bedeute der Einstieg in die Energie Klagenfurt GmbH mit rund 80.000 Kunden zudem die konsequente Fortsetzung seines Engagements im Endkundenmarkt. Die Stadtwerke-Kunden profitierten von der weiteren Absicherung der Versorgung im Energiebereich.

"Die Stadtwerke Klagenfurt bekommen einen starken Partner, mit dem auch die Umsetzung eines neuen Gas-Kombi-Kraftwerkes mit einer geplanten Kapazität von 400 Megawatt mit einer Investitionssumme von rund 250 Mio. Euro vorgesehen ist", heißt es in der Presseaussendung. Dieses Kraftwerk sei wesentlich für die weitere Abstützung des Stromnetzes in Südösterreich und die lokale Wärmeversorgung der Stadt Klagenfurt. Gleichzeitig werde dadurch die akute Feinstaubproblematik der Kärntner Landeshauptstadt deutlich entschärft, zumal nach Fertigstellung das nahe dem Stadtzentrum gelegene ölbefeuerte Fernheizwerk geschlossen werden könne, so der Verbund. (APA)