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Die stillste Zeit des Jahres kündigt sich in Sachen ORF-Stiftungsrat schon Tage vor dem Weihnachtsfest an: Keine Eile zeigt etwa die Bundesregierung, die Namen der neun Vertreter zu beschließen. Rund um den Ministerrat hieß es am Dienstag, eine Einigung werde es erst im Jänner geben. Die Regierung darf sich bis 2. Februar Zeit lassen, erst dann bestimmt der neue Publikumsrat in seiner ersten konstituierenden Sitzung seine drei Stiftungsräte. ÖVP und BZÖ haben damit auch noch etwas Zeit, über die Aufteilung der Räte zu verhandeln. Derzeit zählen fünf zur ÖVP, vier zum BZÖ. Das wären freilich zu wenige, um Chancen bei der Bestellung des Generaldirektors zu haben. Am 27. Februar tritt erstmals der neue Stiftungsrat zusammen.

Am Küniglberg herrscht indes weihnachtliche Vorfreude über den Erwerb eines Filmpakets von Rechtehändler Herbert Kloiber: Das Packerl enthält Blockbuster wie "Herr der Ringe" ("Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs"), "Troja", "Batman Begins" oder "Ocean’s Twelve" und andere Filmneuheiten wie "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", "Vera Drake", "Die unbarmherzigen Schwestern" oder "Birth".

Höhepunkte fehlen

Dem Weihnachtsprogramm selbst fehlen in Zeiten des Sparprogramms die großen Höhepunkte: Neben Gewohntem wie "Licht ins Dunkel", "Weihnachten auf Gut Aiderbichl", "Traumschiff" und "Stars in der Manege" unterhalten "Stuart Little II" (Bild), "Santa Clause II", "Pocahontas" und "Hulk". Rar sind hochwertige Eigenprodukte. Der ORF zählt dazu Heike Makatsch als Teddybären-Erfinderin "Margarete Steiff".

Stattdessen gibt es viel Platz für gar nicht Weihnachtliches: Actionreißer wie "Bait – Fette Beute" und "The Transporter" scheinen ebenfalls auf. Für pures Entsetzen sorgen sollen "Anatomie 2" und "Roter Drache".

Krimifreunde müssen bis nach Weihnachten warten: Am 4. Jänner steht die erste Folge der neuen CSI-Staffel auf dem Programm, bei der ein gewisser Quentin Tarantino Regie führte. (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 21.12.2005)