New York - Die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) hat sich in einer Resolution einmütig hinter internationale Bemühungen gestellt, den Handel mit so genannten Blutdiamanten aus Konfliktgebieten zu unterbinden. Der UN-Botschafter von Botwana, Samuel Outlule, sagte am Dienstag (Ortszeit) im Plenum, sein Land sei als Vorsitzender des Kimberly-Prozesses zur Zertifizierung von Rohdiamanten entschlossen, "die Verbindung zwischen verbotenen Transaktionen von Rohdiamanten und bewaffneten Konflikten, zu durchbrechen". Der Kimberly-Prozess trage entscheidend dazu bei, Leben zu retten und die "Geißel des Krieges" zu vertreiben.

Russland, das bisher den Vorsitz in dem Zertifizierungsprogramm führte, berichtete, dass 98 Prozent des Welthandels mit Rohdiamanten zwischen den 45 Staaten erfolge, die dessen Regeln akzeptiert haben. In der Resolution der Vollversammlung wurde aber betont, dass alle Teilnehmer interne Kontrollsysteme aufbauen müssten, "um die Präsenz von Konfliktdiamanten in der Kette von Produktion, Export und Import von Rohdiamanten in ihren eigenen Territorien zu eliminieren".

In der vergangenen Woche forderte der UN-Sicherheitsrat alle Staaten auf, den Import von Rohdiamanten aus der Elfenbeinküste zu verbieten, damit Rebellen nicht vom Verkauf der Edelsteine profitieren könnten. Die Rebellen der Forces Nouvelles haben in der Vergangenheit Diamanten verkauft, um ihren Kampf gegen die Regierung zu finanzieren. (APA/AP)