Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat große Anstrengungen gefordert, um eine nukleare Bewaffnung des Iran zu verhindern. "Man muss alles daransetzen", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). "Ich glaube, dass die Möglichkeiten, Druck auf Iran auszuüben, nicht erschöpft sind." Wichtig sei aber, dass nicht nur Frankreich, Großbritannien und Deutschland, sondern auch Länder wie Russland und China diese Überzeugung teilten.

Der Iran will sich bei den Verhandlungen mit der EU über das Atomprogramm "auf keinerlei Bedingungen einlassen". Das wurde am Mittwoch deutlich. Delegationen beider Seiten begannen in Wien ihre Sondierungen über die Wiederaufnahme von Gesprächen.

Merkel brachte eine Beratung über die israel-feindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad im UNO-Sicherheitsrat ins Gespräch. Darüber müsse nachgedacht werden, sagte sie. "Dann sollte aber auch sichergestellt sein, dass sich alle Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats der gleichen Grundrichtung verpflichtet fühlen. Uneinigkeit wäre ein schlechtes Signal." Ahmadinejad hatte unter anderem den Holocaust geleugnet und eine Verlegung des Staates Israel nach Europa oder Kanada gefordert. (APA/dpa)