Stuttgart - Die technische Entwicklung der Formel 1 wird weiter radikal eingeschränkt. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, wird der Internationale Automobil-Verband FIA am Donnerstag ein entsprechendes Reglement für 2008 vorlegen. "Die Teams, die sich für die Formel-1-WM 2008 einschreiben, können noch einige Änderungswünsche einbringen. Aber es wird keine fundamentalen Modifikationen mehr geben", sagte FIA-Präsident Max Mosley dem Blatt.

Hauptanliegen des Weltverbandes sind eine einschneidende Kostensenkung und eine weitere Verbesserung der Sicherheitsstandards. So sollen nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" künftig jährlich 100 Millionen Dollar ausreichen, um ein Team konkurrenzfähig zu machen. In dieser Saison gab Branchenkrösus Toyota angeblich 400 Millionen Dollar aus. Die ab 2006 auf 2,4 Liter und acht Zylinder abgespeckten Motoren sollen nach dem Willen der FIA zwei Jahre später drei statt der bisher geforderten zwei Grand-Prix- Wochenenden halten. Der Einsatz besonders teurer Materialen soll eingeschränkt und eine Einheitselektronik Pflicht werden. Zudem sollen die Testfahrten stark limitiert werden. Bisher hatte sich Ferrari als einziger von zehn Rennställen dagegen vehement gewehrt.

Einer erhöhten Sicherheit dient die Reduzierung des Mindestgewichts eines Rennwagens von derzeit 605 auf dann 550 Kilogramm. Die Rückkehr zu den profillosen Slicks und Einheitsreifen war schon seit längerem bekannt. "Die Zukunft der Formel 1 hängt weder davon ab, wer den Sport regiert, noch wie viel Geld an die Teams ausgezahlt wird, sondern wie wir die Kosten in den Griff bekommen", sagte Mosley. "Es muss unser Ziel sein, Privatteams eine Chance gegen die Automobilwerke zu geben. Von denen sind zwei, vielleicht drei bereit, unbegrenzt Geld einzusetzen." (APA/dpa)