Wien - Der Sozialplan für die Zusammenführung der beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria und Telering steht. Die T-Mobile-Geschäftsführung und die Betriebsräte von T-Mobile und Telering haben unter Mitwirkung der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) den Sozialplan rechtsgültig unterfertigt, teilte das Unternehmen mit. Die Basis dazu war bereits im September 2005 verhandelt worden.

Der Mitarbeiterstand der beiden Unternehmen soll wie berichtet von derzeit rund 2.220 Mitarbeitern bis Ende nächsten Jahres um 10 bis 15 Prozent sinken, was laut T-Mobile der in der Telekommunikationsbranche üblichen Fluktuation entspricht.

Eckpunkte sind der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 30. Juni 2006 und die lange Laufzeit bis 31. Dezember 2007. Zielsetzung des Vertrages sei "eine langfristige soziale Absicherung der Mitarbeiter" im Bezug auf die Zusammenführung von T-Mobile Austria und Telering, hieß es.

Personal Coaching

Der Sozialplan schließt auch individuelle Beratung und Begleitung bei der Neu-Positionierung am Arbeitsmarkt sowie Personal Coachings, unterstützt vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, mit ein. Die Einigung gilt vorbehaltlich der fusionskontrollrechtlichen und regulatorischen Genehmigung des Zusammenschlusses.

Durch ein gemeinsames starkes und gesundes Mobilfunkunternehmen wolle T-Mobile langfristig möglichst viele und sichere Arbeitsplätze in Österreich erhalten und schaffen, sagte T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl. Den Betriebsräten, dem Management und der GPA sei ein "innovativer und sozial ausgewogener Sozialplan" gelungen, der ein hohes Maß an Berechenbarkeit biete, kommentierte GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Einigung.

Der Sozialplan ermögliche es, die Mitarbeiter bei ihrer Arbeitsplatzsuche "so effektiv wie möglich zu unterstützen", meinte der Vorsitzende des Betriebsrats von T-Mobile Austria, Johannes Hofmeister.

Übernahme

T-Mobile hatte Telering im August 2005 um 1,3 Mrd. Euro gekauft. Ab 2006 sollen die beiden Unternehmen und Netze zusammengeführt werden. Tarife, Marke und Vorwahl von Telering bleiben vorerst unverändert. Bei der geplanten Übernahme muss T-Mobile voraussichtlich mit massiven Auflagen der EU-Kommission rechnen. Eine Entscheidung der Wettbewerbsbehörden über den Deal in Brüssel und Wien wird im Jänner oder Februar 2006 erwartet. (APA)