Washington - Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, greifen nach Erkenntnissen von US-WissenschafterInnen beim Heranwachsen überdurchschnittlich früh selbst zur Zigarette. Die Bedeutung des frühzeitigen Kontakt mit Nikotin im Mutterleib sei bisher unterschätzt worden, urteilte die Wissenschafterin Marie Cornelius von der Universität Pittsburgh in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Untersuchungen zeigten, dass Kinder von Raucherinnen häufiger an Verhaltensstörungen litten und mehr Schwierigkeiten beim Reden und beim Lesen lernen hätten. Bei der Studie wurden 589 Kinder im Alter von zehn Jahren befragt. Bei über der Hälfte der Kinder hatte die Mutter während der Schwangerschaft durchschnittlich 15 Zigaretten täglich geraucht. Sechs Prozent der zehnjährigen gab an, bereits mindestens einmal geraucht zu haben. Der größte Teil der jungen RaucherInnen hatte eine rauchende Mutter. (APA)